Author Archives: J. Krämer

Biodiversität: Was ist das? Brauchen wir sie?

„Die Biodiversität unseres Planeten ist bedroht“. Fast täglich wird uns diese Mahnung durch die Medien vermittelt und mit der Forderung verbunden, dieser Bedrohung gegenzusteuern. Doch was ist eigentlich Biodiversität? Wieso ist sie gefährdet? Und brauchen wir sie überhaupt? Diesen Fragen wollen wir im Folgenden nachgehen.

Biodiversität ist eine Bemessungsgröße der Vielfalt an Lebensformen in einem bestimmten Lebensraum. Sie schließt mehrere Komponenten ein, nämlich Vielfalt der Erbanlagen in einer Population von Organismen, Artenvielfalt, und die Fülle von Ökosystemen in einem geographisch abgegrenzten Gebiet. Gemessen an der Artenvielfalt weisen die tropischen Regenwälder unter allen landgebundenen Ökosystemen unseres Planeten die größte Biodiversität auf.

Der Zustand der Biodiversität in einem Ökosystem wird dadurch bestimmt, dass alle Glieder der Lebensgemeinschaft untereinander vernetzt sind und voneinander abhängen. Ein einfaches Beispiel: Die Brennnessel ist Futterpflanze für viele Schmetterlinge, darunter Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Admiral und Landkärtchen. Die Konsequenz: Mit der Beseitigung der Brennnessel in sauberen Gärten verschwinden auch die von ihr abhängigen Schmetterlingsarten. Welche verheerende Auswirkung die Vernichtung der artenreichen tropischen Regenwälder durch den Menschen auf die Biodiversität unseres Planeten hat, lässt sich anhand des einfachen Beispiels der Brennnessel leicht ausmalen.

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Offenes Singen

Foto: Sandra Schildwächter

Wir laden herzlich zu einem offenen Singen am Sonntag, 7. August, 18 Uhr ins Pfarrer-Reith-Haus ein. Gemeinsam wollen wir Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch und dem EG+ singen, die wir gerne singen, schon (zu) lange nicht mehr gesungen haben oder von denen wir nicht genug bekommen können. Schwungvoll oder ruhig, alt oder neu, einstimmig, mehrstimmig in Kanon. Jeder und jede ist herzlich willkommen: Jung und Alt, chorerprobt und gesangsunerfahren.

Wir suchen schöne Lieder aus, doch auch Sie können Liedwünsche anmelden:
Schicken Sie Ihre Wünsche bis zum 29. Juli bitte per Mail an Pfarrer Christoph Sames wir freuen uns auf Sie!

Pfarrer Christoph Sames und Team

Café International lädt ein

Café International

Es hat sich ein beliebtes Treffen vor allem für Geflüchtete aus der Ukraine, aber auch für Menschen aus anderen Ländern etabliert: Im zweiwöchigen Rhythmus findet immer donnerstags das Café International im Pfarrer Reith-Haus von 16 bis 18 Uhr statt.

Es herrscht ein reger Austausch zu den zahlreichen Behördengängen, zu Schule und Sprachkursen oder Alltagsproblemen und wie sie in Deutschland bzw. vor Ort zu lösen sind. Natürlich wird das Geschehen zuhause verfolgt und diskutiert. Dabei kommuniziert man in verschiedenen Sprachen wie Deutsch, Ukrainisch, Englisch, mit menschlichen Übersetzern oder per App. Auch Gastgeber finden hier Rat und Austausch!

Für die Kleinsten steht eine Spielecke bereit, Größere nutzen gern das weitläufige Außengelände des Kindergartens. Das Teen-Programm wird draußen oder in der Blockhütte angeboten. Bekanntschaften vertiefen sich, Freundschaften entstehen.

Die nächsten Termine sind am 14.07. und 28.07. Spenden für das Kuchenbuffet sind hochwillkommen, gerne auch Obstspenden. Wer sich noch einbringen möchte: Bitte melden Sie sich telefonisch oder per Mail im Gemeindebüro.

Imme Meyer

Krabbelgottesdienst – Der Gottesdienst für unsere ganz Kleinen mit Familie

Am Dienstag, den 12. Juli 2022 laden wir um 16 Uhr zu einem Gottesdienst für unsere ganz Kleinen (0-6 Jahre) mit Familie ein. Wir treffen uns auf dem Hof des Alten Pfarrhauses.
Gemeinsam breiten wir unsere Picknickdecken aus oder begeben uns bei zu schlechtem Wetter in den Gewölbekeller des Alten Pfarrhauses.

Wir wollen ein Wunder von Jesus erleben „Die Heilung des blinden Bartimäus“: Singen, Basteln, Hören und Mitgestalten. Wido freut sich schon, euch allen die Geschichte aus der Bibel zu erzählen. Wir alle sind schon sehr gespannt, was wir noch erleben werden – mit Euch allen zusammen!

Wir freuen uns riesig auf unsere Kleinsten und Größeren,
Euer Wido, Katharina und Stefanie

Sommerserenade

Am Freitag, den 8. Juli, lädt ein Ensemble befreundeter Musikerinnen und Musiker um 20 Uhr in die Laurentiuskirche zu einem Sommerkonzert mit Werken des Barock ein.
Aufgeführt werden das Konzert in B-Dur für Trompete, Streicher und Continuo von P. Baldassari und das Doppelkonzert in d-Moll von A. Vivaldi für zwei Soloviolinen, Streicher und Basso Continuo. Es musizieren an der Trompete und an der Violine die jungen Nachwuchsmusiker Jonathan Eisenberg und Johanna Schulder.
Desweiteren erklingen das 6. Brandenburgische Konzert für zwei Bratschen, drei Celli und Basso Continuo von J. S. Bach, das Orgelkonzert in F-Dur Op. 4/4 von G. F. Händel, sowie das Konzert in F-Dur für Altblockflöte von G. P. Telemann.
Der Einlass zu dem Konzert ist ab 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 10 Euro / Schüler und Studenten 5 Euro. Bitte erkundigen Sie sich auf der Homepage oder im Gemeindebüro, ob es zu diesem Zeitpunkt coronabedingte Vorgaben (Maskenpflicht) geben sollte.

Silke Schulder

Haben Sie schon mal von „Foodsharing“ gehört?

Jedes Jahr werden 1,3 Milliarden kg Lebensmittel verschwendet, im Durchschnitt wirft jede und jeder von uns 82 kg Lebensmittel pro Jahr weg. Und dabei werden nicht nur die Lebensmittel an sich weggeworfen, sondern auch Energie, der zeitliche Aufwand und Ressourcen, die z. B. für Anbau, Ernte, Verpackung, Transport und Lagerung notwendig waren, verschwendet. Ist das nicht erschreckend?
Allerdings gibt es bereits seit 2012 eine Initiative aus Ehrenamtlichen, die sich „Foodsharing“ nennt und die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen und ein nachhaltiges Ernährungssystem einsetzt. Dabei steht das Ziel, die Verschwendung von Lebensmitteln zu verringern, an erster Stelle.
Und wie funktioniert das? Eigentlich mit einem ganz einfachem Prinzip. Foodsharing kooperiert zum Beispiel mit Bäckereien, die Backwaren vom Vortag übrig haben, oder mit Lebensmittelhändlern, die trotz Preisreduzierungen von Lebensmitteln nahe dem Mindesthaltbarkeitsdatum und trotz bestehender Kooperation mit der Tafel immer noch Lebensmittel übrig haben. Die Initiative kooperiert derzeit mit ca. 8.710 Betrieben in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.
Dafür geschulte Ehrenamtliche holen die überschüssigen Lebensmittel kostenlos in den Läden ab und „fair-teilen“ sie weiter, sodass wirklich keine genießbaren Lebensmittel mehr in der Tonne landen. Über sogenannte öffentliche „Fairteiler“ werden die Lebensmittel dann an Sammelpunkten angeboten, teils fairteilen die Foodsharer/innen die Lebensmittel auch privat weiter.
„Foodsharer/innen“ gibt es überall in Deutschland; auch bei uns in Seeheim: über eine „WhatsApp“-Gruppe werden die Teilnehmenden darüber informiert, wenn es etwas zu retten gibt. Die Lebensmittel können dann kostenlos abgeholt werden. Ist Ihr Interesse am Retten von Lebensmitteln geweckt? Dann schauen Sie doch mal vorbei auf der Webseite www.foodsharing.de um weitere Informationen zu erhalten.

Heidi Kraft