Author Archives: J. Krämer

Einladende Gemeinde

… himmlisch gut fanden wir es, dass so viele Menschen unserer Einladung am 23. April gefolgt sind, um mit uns einen Abendgottesdienst der besonderen Art zu feiern! Im Rahmen des Reformationsjubiläums haben wir uns Gedanken um das Thema „Gnade, ein Geschenk des Himmels“ gemacht. Da wir uns schon um 17.45 Uhr getroffen haben, hatten die Besucher schon vor dem Gottesdienst Gelegenheit, im Foyer des Pfarrer Reith Hauses gedanklich anzukommen. Wer wollte konnte seine persönlichen Gedanken zu dem Thema aufschreiben und an eine Pinnwand hängen, gleich neben Luthers Thesenanschlag!

Im Gottesdienst haben wir uns auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Thema Gnade beschäftigt. Das Besondere!? Nicht nur der Pfarrer hat gepredigt! Die Konfirmanden Sophie Öhlschläger und Paul Paletta haben in einem Anspiel die Geschichte von Zachäus sehr anschaulich und lebendig dargestellt und Pfarrer Sames hat im Anschluss daran die Besucher dazu eingeladen, sich mit ihren Tischnachbarn über das Thema Gnade auszutauschen. Der Geräuschpegel stieg um einiges ab diesem Moment, da fast alle Gottesdienstbesucher der Aufforderung nachgekommen sind. So entstanden anregende Gesprächsrunden und Möglichkeiten sich zu begegnen.

Die Fürbitten wurden ebenfalls von einem Konfirmanden unterstützt: Timo Metzger. Für die musikalischen Schmankerl haben die Kirchenband und Marion Huth gesorgt. Im Anschluss an den fröhlichen Gottesdienst sind viele geblieben um bei einem kleinen Abendimbiss in geselliger Runde weiter zu plaudern und den Abend langsam ausklingen zu lassen. Leckermäuler finden hier die Rezepte:

Gnaden Aufstriche   Hummuss bil-Tahini

Petra Roßmann

Bericht aus der Koordinatorenstelle in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe

Durch zahlreiche Spenden der Gemeindemitglieder der Kirchengemeinden in Seeheim-Jugenheim war vor gut einem Jahr die Besetzung einer zusätzlichen Stelle in der Flüchtlingshilfe möglich geworden. Dienstlich angegliedert ist diese Stelle beim Fachbereich 2 der Gemeinde Seeheim-Jugenheim. Sie dient im Wesentlichen als Anlaufstelle für die zahlreichen engagierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie als Verbindungsglied zwischen dem Helferkreis Asyl und der Verwaltung.

Neben zahlreichen persönlich geführten Gesprächen, Telefonaten und E-Mails – mit den Helferinnen und Helfern des Helferkreises ebenso wie mit den Geflüchteten selbst -, wurde die Unterstützung und Förderung vieler Projekte ermöglicht.

Hierzu zählen z.B.

  • die Teilnahme der geflüchteten Kinder an den Ferienspielen (einschließlich Beantragung Kostenübernahme)
  • das Angebot einer Mutter-Kind-Gruppe des Vereins Mäander e.V. für werdende Mütter und Mütter mit Kindern bis 3 Jahren
  • die Förderung der Sportvereine, die eine Gesamtfördersumme in Höhe von 10.000,– Euro für die Flüchtlingsintegration aus dem Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ erhalten konnten
  • ein Schwimmkurs für Flüchtlingskinder
  • die Spendenübergabe des Lions-Clubs, der Beamer, Flachbildschirm und Leinwand für die Begegnungsstätte, Lindenstraße 10 in Jugenheim, gespendet hat
  • die Spende des Schuhhauses Lang, das Sportschuhe für die Flüchtlinge gespendet hat
  • Public Viewing der Fußball-Europameisterschaft in der Begegnungsstätte
  • die Kontaktaufnahme zu zahlreichen jungen Flüchtlingen mit dem Ziel sie in der Fördermaßnahme „Wirtschaft integriert“ unterzubringen
  • eine sehr gut besuchte Informationsveranstaltung des Arbeitsmarktbüros und der Kreisagentur für Beschäftigung in der Begegnungsstätte
  • die Organisation der Weihnachtsfeier gemeinsam mit Flüchtlingen und dem Helferkreis.

Aktuell wird die Helferkreis-Liste aktualisiert. Der Helferkreis Asyl freut sich immer auch über weitere helfende Mitglieder und Interessenten.

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei:
Susanne Seemüller
Koordination Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe
Telefon (06257) 990-283
E-Mail: susanne.seemueller@seeheim-jugenheim.de

Ende der Vakanzzeit in Sicht

Pfarrerin Eva-Maria Loggen

Der Kirchenvorstand hat in seiner Sitzung vom 27. März  2017 über die Besetzung der Pfarrstelle I entschieden.
Pfarrerin Eva-Maria Loggen wird ab Mitte August dieses Jahres Inhaberin der nach dem Ausscheiden von Pfrin. Bertram vakanten Pfarrstelle. Angesichts des Pfarrermangels freuen wir uns sehr, Frau Loggen für diese Stelle gewonnen zu haben.

Frau Loggen ist zurzeit Schulpfarrerin am Schuldorf Bergstraße und war davor im Vikariat und als Gemeindepfarrerin am Bodensee und in Gernsheim-Allmendfeld tätig. Bevor Frau Loggen mit ihrer Familie in das Alte Pfarrhaus einziehen kann, müssen dort noch einmal Handwerker tätig werden, um die zur Dienstwohnung gehörigen Zimmer im Dachgeschoss einzubauen.
Die Einführung von Pfarrerin Loggen ist für den 3. September 2017 geplant.

Erwin Rieke

Osterspaziergang und Kindergottesdienst

Osterspaziergang 2017 – Foto: A. Stengel

Unser jährlicher Osterspaziergang mit Kindergottesdienst fand dieses Jahr mit über 20 Kindern und deren Eltern am Ostersonntag statt. Ein besonderer Dank geht in diesem Jahr an Familie Paletta, die es mit Einsatz von groß und klein möglich gemacht hat, dass der Termin nicht ausfiel. Vielen Dank!

Pfarrer Christoph Sames

Wer spendet für Orgel in Malchen?

Orgel Malchen

Die Kirchenverwaltung der EKHN hat die Generalüberholung der Orgel in Malchen genehmigt. Zur voraussichtlich benötigten Summe von 16.500 Euro wird die Landeskirche jedoch lediglich 1.700 Euro aus der Haushaltsstelle „Investitionen für Orgelbau“ beisteuern können.
Da die Kirchengemeinde Seeheim-Malchen die restlichen 14.800 Euro nicht aus den laufenden Haushaltsmitteln aufbringen kann, wird es Aufgabe der nächsten Monate sein, die Sanierung der Malcher Orgel durch Kollekten sowie großen und kleinen Spenden auf den Weg zu bringen.

Das Spendenkonto der Kirchengemeinde:

Ev. Kirchengemeinde Seeheim-Malchen
Volksbank Darmstadt-Südhessen eG
IBAN DE39 5089 0000 0037 1790 19
BIC: GENODEF1VBD
Verwendungszweck „Orgel in Malchen“

Michael Maxin

Wenn Engel lachen… Die Liebesgeschichte(n) der Katharina von Bora

Selten war die Bickenbacher evangelische Stephanskirche so stark besucht, wie am vergangenen Sonntagnachmittag, dem 12. März 2017. Drei Kirchengemeinden – Bickenbach, Hähnlein und Seeheim-Malchen – hatten anlässlich des 500. Reformationsjubiläums zum Musical eingeladen.

Die Begeisterung des Publikums lag einerseits in der spannenden Lebensgeschichte selbst begründet und andererseits auch in der Art und Weise der „eine Frau-Darbietung“!

Wittenberg, im Jahr 1524: Die entlaufene Nonne Katharina von Bora hat sich unsterblich verliebt – in den Nürnberger Patriziersohn Hieronymus Baumgartner. Mutig bittet sie den bekannten Professor Martin Luther, der Familie ihres Angebeteten einen Brief zu schreiben. Und der Reformator erklärt sich auch dazu bereit; wenn Katharina ihrerseits ein gutes Wort für ihn bei ihrer Freundin Ava einlegt. In die hat der große Denker sich nämlich verguckt. Doch während die beiden im Atelier von Lukas Cranach versuchen, ihr Beziehungsleben in den Griff zu bekommen, droht die Reformation gerade zu scheitern – an machthungrigen Politikern, aufständischen Bauern, schwärmerischen Splittergruppen und übereifrigen Pfarrern.

Miriam Küllmer-Vogt (selbst Pfarrerin) brachte die junge Katharina in diesem „Reformatorischen Kammer-Musical“ voller Witz und Leidenschaft, temperamentvoll und energiegeladen auf die Bühne. Ein Feuerwerk an Ausdruck und Charisma. Mit brillanter Stimme und mitreißendem Spiel verzauberte sie ihr Publikum, bezog es charmant in das Geschehen mit ein und entführte es auf diese Weise in die aufregende Zeit der Reformation. Begleitet wurde sie von Gernot Blume am Klavier, mit Gesang und Stimme.

Wolfgang Krämer

Weltgebetstagfeier – Motto: Fair teilen

Pilipino Prayer Group

Dieses Jahr feierten wir in Seeheim einen besonderen Weltgebetstag: Die zur katholischen Gemeinde gehörige Pilipino Prayer Group hat den Tag bereichert durch eine Ausstellung, ihre Mitgestaltung des Gottesdienstes und nicht zuletzt durch ein wunderbares Büfett.
Durch das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg wurden wir angeregt zu fragen: Was heißt eigentlich gerecht? Was heißt fair? Die philippinischen Frauen des Weltgebetstagskomitees stellen das uns vertraute Leistungsprinzip – wer mehr leistet, soll mehr bekommen – ihre Tradition des Dagyaw entgegen. Auf den Philippinen versteht man darunter, beim Pflanzen und Ernten von Reis die Nachbarschaft um Hilfe zu bitten. Niemand wird dafür bezahlt, aber alle bekommen etwas von der Ernte. Es geht nicht um Abgeben, was man zu viel hat, sondern um echtes Teilen. Dies gilt nicht nur für gute Zeiten sondern auch für schlechte. Wird der Reis knapp, gibt man nicht den Nachbarn, was man noch erübrigen kann, sondern man teilt alles – ggf. auch den Hunger.

Franziska Siebel

Berufsausbildung in Tanzania

Berufsausbildung in Tanzania

Ob Regen oder Sonnenschein, Kälte oder große Hitze – jeden ersten Samstag im Monat können Sie beim Stand des Eine-Welt-Ladens der Evangelischen Kirchengemeinde Seeheim-Malchen fair gehandelte Waren einkaufen. Außerdem werden Lebensmittel und Geschenkartikel nach den Gottesdiensten im Pfarrer-Reith-Haus, bei der Kerb, auf dem Weihnachtsmarkt und im Advent im Alten Rathaus angeboten.

Im Laufe des Jahres 2016 haben viele Menschen bei uns eingekauft. So konnten wir erneut einen beachtlichen Gewinn erwirtschaften und mit einem Betrag von 900 Euro ein Projekt in unserer Partnerregion in Süd-Tanzania unterstützen. In diesem Jahr wollen wir wieder die Berufsausbildung in Tanzania fördern, und zwar in Namtumbo.
Namtumbo liegt in einem sehr ländlichen und besonders armen Gebiet im Süden Tansanias. Das neue Berufschulzentrum besteht seit einem Jahr und bildet zur Zeit 40 Schülerinnen und Schüler in handwerklichen Berufen aus.
Große Nachfragen gibt es in den Bereichen Fahrschule und KFZ Mechaniker (Erwerb eines Führerscheins für eine Anstellung als Taxifahrer oder Gründung eines eigenen Taxigewerbes oder einer Autowerkstatt). Die Investitionen in diesen Bereichen sind sehr hoch. Es müsste ein Fahrzeug für die Fahrschule angeschafft werden, außerdem die Ausrüstung und Werkzeuge für die KFZ-Ausbildung.
Jungen Menschen in ländlichen Regionen Tanzanias eine Zukunftsperspektive zu eröffnen – das erscheint uns als eine sinnvolle Aufgabe. Deshalb werden wir dieses Projekt der Herrnhuter Missionshilfe, mit der wir seit Jahren im Rahmen unserer Partnerschaft zusammenarbeiten, gern unterstützen.

Elke Schulze

Neue Gottesdienstzeiten im Altenzentrum

Nun sind es drei Monate her, seit meine Kollegin, Pfarrerin Barbara Tarnow ihren letzten Gottesdienst in der Sandstraße gehalten hat. Sicher wird sie nicht nur vielen Bewohnern, Haus- und Pflegekräften fehlen, auch manche Gemeindemitglieder aus Seeheim nehmen ja gern an den Gottesdiensten im Pflegeheim teil und nicht wenige haben so auch den Weg in die ehrenamtliche Arbeit gefunden.
Nun ist leider nach 19 Jahren die hier angesiedelte ¼ Stelle, die von Frau Tarnow besetzt war, gestrichen worden. Der Kirchenvorstand hat daher beschlossen, die Gottesdienste im 14-tägigen Rhythmus zu belassen und nach wie vor auch gemeinsame Gottesdienste mit der Laurentiusgemeinde zu feiern, um damit auch insbesondere bei den hohen Feiertagen im Altenzentrum präsent zu bleiben.
Allerdings werden wir in diesem Jahr die Gottesdienste im Wechsel mit der katholischen Gemeinde anbieten. 2/3 der Gottesdienste werden als evangelische Gottesdienste gefeiert, 1/3 der Gottesdienste werden katholische Gottesdienste sein. Vielleicht wird sich an dieser Regelung in Zukunft noch etwas ändern können, wenn die zweite Pfarrstelle wieder regulär besetzt ist und uns nach wie vor unsere Ruhestandspfarrer und Prädikanten in unserer Arbeit unterstützen.

Wir bitten Sie in diesem Sinne um Ihr Verständnis, dass nach dem Weggang von Frau Tarnow Ihre Gottesdienste nicht einfach von den Pfarrern der Kirchengemeinde Seeheim-Malchen übernommen werden können und hoffen auch von Seiten der Landeskirche auf eine Aufwertung der gottesdienstlichen Präsenz in den Altenzentren.

Pfarrer Christoph Sames

Spendengemeinschaft Laurentius

Liebe Gemeindemitglieder,

die Redaktion freut sich, dass das regelmäßige Erscheinen des Laurentius so vielen Menschen am Herzen liegt. Mehr als 20 Leserinnen und Leser haben bisher Einzelspenden überwiesen bzw. monatliche Zahlungen wie bei einem Abonnement angekündigt und insgesamt sind schon 1.500 Euro zusammengekommen, womit sich die Druckkosten von zwei Ausgaben begleichen lassen.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen des Gemeindebriefes beitragen, sei es durch finanzielle oder redaktionelle Beiträge, sei es durch das von der Firma stilEcht gespendete Layout. Wir suchen weiterhin Menschen, die in der Redaktion mitarbeiten wollen und natürlich weitere Spender und Spenderinnen.

Die IBAN für das Spendenkonto der Kirchengemeinde lautet:
DE39 5089 0000 0037 1790 19;
Stichwort: Gemeindebrief Laurentius

Erwin Rieke