Category Archives: Gruppen

Drop-In im Pfarrer-Reith-Haus

Anfang September startete das Frauen- und Familienzentrum SzenenWechsel ein neues Angebot in den Räumen vom Pfarrer-Reith-Haus: Ein Treff für alle Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 0 – 3 Jahren, bei dem sich die Eltern austauschen und die Kinder gemeinsam frei spielen können.
Die Förderung durch die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie sowie durch das hessische Ministerium für Soziales ermöglicht eine kostenfreie Teilnahme. Das Angebot stieß schon am ersten Tag auf reges Interesse. Zu diesem offenen Treff können Sie einfach vorbeischauen: Jeden Donnerstag, 10 Uhr bis 12 Uhr, im Pfarrer-Reith-Haus, Weedring 47.

Kontakt über das Büro von SzenenWechsel – Telefon (06257) 86633.
Der Kirchenvorstand wünscht dem „Drop- In“ wie auch allen anderen Gruppen, die bei uns zu Gast sind, dass sie sich in unserem frisch renovierten Gemeindehaus wohl fühlen.

Erwin Rieke

Besuch der Gedenkstätte Point Alpha

Besuch der Gedenkstätte Point Alpha

Der Friedenskreis erlebte mit weiteren Interessierten eine Fahrt zum Point Alpha. Nachdem im Arbeitskreis Frieden schon im letzten Herbst der Wunsch aufgekommen war, eine gemeinsame Fahrt zu Point Alpha, dem ehemaligen US Beobachtungsposten in der Rhön, zu organisieren, starteten dann am Samstag, 21.04.2018 neunzehn Teilnehmende zu einem Ausflug in die Rhön. Point Alpha wurde seit Mitte der 90er Jahre zu einem Informationszentrum über den Grenzverlauf der innerdeutschen Grenze und dem Kalten Krieg ausgebaut.

Die Gruppe  nahm am Vormittag an einer Führung übern den ehemaligen „Todesstreifen“ mit Einführung in die Dauerausstellung teil und hatte nach einer kurzen Mittagspause noch ein etwa einstündiges  Gespräch mit einer Zeitzeugin aus Thüringen. Trotz des schönen Wetters wurden die Gefahren  und die Repressalien, denen die DDR Bürgerinnen und Bürger vor 1989 ausgesetzt waren, sehr lebendig. Dazu gehörten beispielsweise das Schleifen von jahrhundertealten Höfen oder aber Zwangsumsiedlungen, durch die unliebsame Bürger manchmal über Nacht aus den grenznahen Gebieten entfernt wurden.
Nach einem informativen Tag und gutem und intensivem Austausch unter einander kehrten die Teilnehmenden am Nachmittag nach Seeheim zurück.
Kerstin Hartmann und Kirsten Sames 

Eine-Welt-Gruppe unterstützt Avocado-Projekt

Das Team des Eine-Welt-Ladens unserer Kirchengemeinde hat auch im vergangenen Jahr erfolgreich fair gehandelte Waren verkauft. So können wir von dem erzielten Gewinn wieder eine Spende an unsere Partnergemeinde in Südtansania geben. Wir haben uns entschieden, ein Avocado-Projekt in Rungwe zu unterstützen, das von der Herrnhuter Missionshilfe gefördert wird.

Schon im Jahr 2009 hat die Südprovinz der Brüdergemeine einen Teil ihres Landes zur Bepflanzung mit Avocado- Bäumen verpachtet. Nun hat sich im Juni 2017 eine neue Möglichkeit aufgetan. Durch die Gründung der »Moravian Farming Company « in Rungwe in Kooperation mit einem Investor aus München konnte die Südprovinz Anteilseignerin werden und hat somit ein Mitspracherecht bei Entscheidungen und profitiert direkt vom Gewinn. Die Gesellschaft hat ein altes, ungenutztes Backsteingebäude auf der Missionsstation in Rungwe zur Verpackungsstation umgebaut. Zur großen Freude der Einwohner Rungwes erfolgte daraufhin der Ausbau des alten, holprigen Zufahrtsweges und es entstand eine schöne, gut befahrbare Straße. Seit Juli 2017 sind in der Verpackungsstation 30 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Während der Ernte werden aber jeweils 500 bis 600 Arbeiter und Arbeiterinnen benötigt. Die Herrnhuter Missionshilfe hat der Südprovinz mit einem Kredit unter die Arme gegriffen. Wir werden das Projekt mit 800 Euro unterstützen. Herzlichen Dank an alle Kundinnen und Kunden, die diese Spende durch ihre Einkäufe ermöglicht haben.

Elke Schulze

Liturgische Denkanstöße

Mitte September wurde Pfarrerin Eva Maria Loggen von Dörte Hartmann erstmals in der Begegnungsstätte zu einem gegenseitigen Kennenlernen herzlich willkommen geheißen. So erfuhren die Anwesenden, dass Eva Maria Loggen aus einer württembergischen Pfarrersfamilie stammt und in Schwäbisch Hall aufgewachsen ist. Die jetzige Station ihres Berufslebens möchte sie nun gern ganz in den Dienst in der Kirchengemeinde Seeheim-Malchen stellen, am liebsten ohne erneuten Umzug.
Befragt wurde sie von den Anwesenden als allererstes über die Seeheimer Liturgie. So entspann sich ein lebhaftes Gespräch und gemeinsames Nachdenken über die Seeheimer Feinheiten. Pfarrerin Loggen verwies darauf, dass aufgrund weiterer anstehender Pfarrstellenkürzungen künftig unbedingt daran zu denken sei, gegenseitige gottesdienstliche Vertretung in unterschiedlichen Gemeinden ohne weiteren großen liturgischen Arbeitsaufwand möglich zu machen. Die Seeheimer Laurentius-Liturgie erfordere dagegen im Vertretungsfall noch eine zeitaufwändige Einarbeitung. Auch sollte es den Gottesdienstbesuchern von außerhalb möglich sein, sich mühelos in die Liturgie der anderen Gemeinde einzufinden. Eine Liturgie sollte deshalb das Kriterium der Nachvollziehbarkeit erfüllen. Hier sei nochmals zu überdenken, ob dies im Blick auf den jetzigen Ablauf der Fall ist. Als Beispiel nannte sie das Seeheimer Confiteor, das erst relativ spät hinzugefügt wurde und das man durchaus als eine Doppelung des Schuldbekenntnisses auffassen könnte. Ob sich dieses Confiteor als Anfangselement einer gottesdienstlichen Liturgie eigne, sei theologisch der Reflexion würdig. Dass darüber wieder neu diskutiert werde, sei gerade im Jahr des Reformationsjubiläums zu begrüßen. Viele andere Gemeinden der EKHN hätten sich längst auf die im Gesangbuch nachzulesende Form II geeinigt; diese Form werde schließlich schon sowohl in Malchen als auch im PRH und im Altenzentrum zugrunde gelegt.

Danach gefragt, ob sie ein Fan von „Event-Gottesdiensten“ sei, ließ Pfarrerin Loggen erkennen, dass sie manche Experimente der letzten Zeit als übertriebene und nicht angemessene „Anpassung an den Zeitgeist“ versteht (sie denke dabei an die Erfindung des Segensroboters der EKHN). Wenn mit der Jugend argumentiert werde, könne sie aufgrund ihrer langjährigen Arbeit als Schulpfarrerin nur sagen, dass junge Menschen (Konfirmandinnen, Konfirmanden, Schülerinnen, Schüler, junge Erwachsene) sehr wohl ein feines Gespür hätten für die Qualität eines Gottesdienstes und einer Liturgie, und diese nicht abhänge von effektheischenden Elementen, es vielmehr auf die Stimmigkeit ankomme und ob jemand mit dem Herzen dabei sei. Mit einem Ja zu anders gefeierten, auch neueren Gottesdienstformen wie zum Beispiel die nach der altbewährten Liturgie aus den Kommunitäten Taize oder Iona, auch Gottesdienste im Grünen (hier wären noch viele anderen Möglichkeiten zu nennen) endete das Gespräch.
Zu eventuellen künftigen Vorträgen in der Begegnungsstätte oder auch zu den jährlichen Bibelwochen nahm sie einige Wünsche entgegen und ergänzte sie durch eigene Ideen. So kann sie sich durchaus vorstellen, z.B. zur sozialen Gerechtigkeit aus ethisch-theologischer Sicht, oder zum Verhältnis von Glauben und Naturwissenschaft einen Nachmittag anzubieten. Auch der Wunsch nach der Auslegung der biblischen Gleichnisse wurde geäußert.
Mit dem Gefühl, dass das Argument: „Das ist doch schon immer so gewesen!“ an diesem Nachmittag infrage gestellt wurde, und einem lang beklatschten Dank an Eva Maria Loggen endete der Nachmittag.

Hans Hrausek

Weltgebetstagfeier – Motto: Fair teilen

Pilipino Prayer Group

Dieses Jahr feierten wir in Seeheim einen besonderen Weltgebetstag: Die zur katholischen Gemeinde gehörige Pilipino Prayer Group hat den Tag bereichert durch eine Ausstellung, ihre Mitgestaltung des Gottesdienstes und nicht zuletzt durch ein wunderbares Büfett.
Durch das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg wurden wir angeregt zu fragen: Was heißt eigentlich gerecht? Was heißt fair? Die philippinischen Frauen des Weltgebetstagskomitees stellen das uns vertraute Leistungsprinzip – wer mehr leistet, soll mehr bekommen – ihre Tradition des Dagyaw entgegen. Auf den Philippinen versteht man darunter, beim Pflanzen und Ernten von Reis die Nachbarschaft um Hilfe zu bitten. Niemand wird dafür bezahlt, aber alle bekommen etwas von der Ernte. Es geht nicht um Abgeben, was man zu viel hat, sondern um echtes Teilen. Dies gilt nicht nur für gute Zeiten sondern auch für schlechte. Wird der Reis knapp, gibt man nicht den Nachbarn, was man noch erübrigen kann, sondern man teilt alles – ggf. auch den Hunger.

Franziska Siebel

Berufsausbildung in Tanzania

Berufsausbildung in Tanzania

Ob Regen oder Sonnenschein, Kälte oder große Hitze – jeden ersten Samstag im Monat können Sie beim Stand des Eine-Welt-Ladens der Evangelischen Kirchengemeinde Seeheim-Malchen fair gehandelte Waren einkaufen. Außerdem werden Lebensmittel und Geschenkartikel nach den Gottesdiensten im Pfarrer-Reith-Haus, bei der Kerb, auf dem Weihnachtsmarkt und im Advent im Alten Rathaus angeboten.

Im Laufe des Jahres 2016 haben viele Menschen bei uns eingekauft. So konnten wir erneut einen beachtlichen Gewinn erwirtschaften und mit einem Betrag von 900 Euro ein Projekt in unserer Partnerregion in Süd-Tanzania unterstützen. In diesem Jahr wollen wir wieder die Berufsausbildung in Tanzania fördern, und zwar in Namtumbo.
Namtumbo liegt in einem sehr ländlichen und besonders armen Gebiet im Süden Tansanias. Das neue Berufschulzentrum besteht seit einem Jahr und bildet zur Zeit 40 Schülerinnen und Schüler in handwerklichen Berufen aus.
Große Nachfragen gibt es in den Bereichen Fahrschule und KFZ Mechaniker (Erwerb eines Führerscheins für eine Anstellung als Taxifahrer oder Gründung eines eigenen Taxigewerbes oder einer Autowerkstatt). Die Investitionen in diesen Bereichen sind sehr hoch. Es müsste ein Fahrzeug für die Fahrschule angeschafft werden, außerdem die Ausrüstung und Werkzeuge für die KFZ-Ausbildung.
Jungen Menschen in ländlichen Regionen Tanzanias eine Zukunftsperspektive zu eröffnen – das erscheint uns als eine sinnvolle Aufgabe. Deshalb werden wir dieses Projekt der Herrnhuter Missionshilfe, mit der wir seit Jahren im Rahmen unserer Partnerschaft zusammenarbeiten, gern unterstützen.

Elke Schulze

Jubiläum Begegnungsstätte

Die Begegnungsstätte kommt in die Jahre. Ein guter Grund, nach 35 Jahren innezuhalten und kurz zurückzublicken. Eine günstige Gelegenheit findet sich am Freitag, 9. September 2016, 15.00 Uhr im Pfarrer-Reith-Haus, um die Einrichtung Begegnungsstätte im Rahmen einer kleinen Jubiläumsfeier zu würdigen. Jeder ist herzlich willkommen und eingeladen und kann sich vor Ort informieren über die Programmgestaltung im Herbst/Winter 2016.

Gegründet wurde die Begegnungsstätte am 4. September 1981. Für viele neu zugezogene Gemeindemitglieder bestand ein großer Bedarf, einen regelmäßigen Treffpunkt für einen lebendigen Gedankenaustausch mit Vorträgen und Diskussionen zu initiieren. Es entwickelte sich ein interner Kreis mit einem starken Zusammenhalt, der auch gemeinsame Ausflüge unternahm.

Ab dem Jahr 2000 war ein Teamwechsel aus Altersgründen notwendig. Die zuständigen Teams entwickelten eine Vielfältigkeit des Programms und bieten u.a. auch Themen an, die sich nicht ausschließlich mit religiösen Fragen beschäftigen. Die Ausgewogenheit des Programms findet viele Interessierte und bereichert die Lebendigkeit der Begegnungsstätte. Die Begegnungsstätte hat sich zu einer festen Größe und Einrichtung im kirchlichen Leben entwickelt. Dafür sorgen ein Organisationsteam unter der Federführung von Doris März, Walli Küssner und Dörte Hartmann sowie ein rühriges Küchenteam, das Gudrun August seit Anbeginn verantwortlich unterstützt. Ohne die vielen Referenten, die bereit sind, Vorträge zu halten, sowie die Helferinnen und Helfer, die ehrenamtlich mitarbeiten, könnte die Begegnungsstätte in dieser Form nicht stattfinden.

Ab dem 9. September trifft sich die Begegnungsstätte wieder vierzehntätig und freut sich auf viele interessierte Besucher.

Dörte Hartmann

95 Jahre Frauenhilfe in Seeheim

95 Jahre Frauenhilfe in Seeheim

95 Jahre Frauenhilfe in Seeheim

Im Gottesdienst am 6. Dezember wurde der Gründung der Frauenhilfe ehrend gedacht. Die Gründerinnen hatten 1920 gerade den ersten Weltkrieg überstanden und zwei Jahre zuvor das Frauenwahlrecht erhalten. Doch entsprechend den Demobilmachungsverordnungen wurden Frauen nach einer Dringlichkeits-Bedürftigkeits-Reihenfolge entlassen, um die Integration der Soldaten in die Wirtschaft zu ermöglichen; dann Inflation. Die Zeit des Dritten Reiches hatten sie noch vor sich. Viele der Frauen damals haben beide Weltkriege erleben. Die Frauen kamen zusammen, haben sich getroffen, haben Gemeinschaft gebaut. Mit Energie und Tatkraft und auch mit dem bisschen Geld, dass sie hatten. Und dabei immer auch der Blick für die anderen, die Nächsten. Gute Gemeinschaft und der wache und offene Blick für die Welt – Lebensthemen aufnehmen, Interessantes erfahren und umsetzen – dies gilt bis heute für die Frauenhilfe in Seeheim.

Natürlich: Im Laufe der Jahre werden die Haare grau, Töchter und Schwiegertöchter kommen nach, Themen verändern sich. Die Frauenhilfegruppe wurde kleiner. Die Art des aktiv-seins hat sich verändert, manches ist nicht mehr möglich, aber nachdenken, im Gespräch sein und auch die Hände zum Gebet falten, das geht in jedem Alter vom Kleinkind bis zur Hochbetagten.

Der Landesverband der Frauenhilfe in Hessen hatte sich bereits 1907 gegründet. 2005 hat sich Landesverband mit der Ev. Frauenarbeit in Hessen und Nassau zusammengeschlossen, seit dem heißen sie: Ev. Frauen in Hessen und Nassau. Und genauso hat die Frauenhilfe Seeheim nun in ihrem Jubiläumsjahr entschieden, dass auch sie sich dieser Namensänderung anpasst und ab sofort Ev. Frauen in Seeheim heißt. Stellvertretend für die vielen Frauen, die diese Gruppe in den 95 Jahren gestaltet, geleitet, bereichert haben, bekam jedes anwesende Mitglied eine Rose überreicht.

Monika Bertram

20 Jahre Eine-Welt-Laden Seeheim

04 20 Jahre Ein-Welt-Laden IMG_3082_KerbIm Dezember 1995 hat unsere damalige Pfarrerin Martina Belzer den Anfang gemacht. Zusammen mit einigen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wurde der Eine-Welt-Laden unserer Kirchengemeinde gegründet. Es begann mit einem erfolgreichen Verkauf von Lebensmitteln und Geschenkartikeln nach einem Adventsgottesdienst im Pfarrer-Reith-Haus. Dieser gute Start machte Mut. Regelmäßige Verkaufstermine wurden verabredet: Jeden ersten Samstag im Monat auf dem Seeheimer Wochenmarkt und jeweils nach den Gottesdiensten im Pfarrer-Reith-Haus.

Die Gruppe der Ehrenamtlichen vergrößerte sich, so dass die Belastung durch die Verkaufsdienste für die einzelnen nicht zu groß wurde. Im Gegenteil: Es macht Spaß, mit den Kundinnen ins Gespräch zu kommen, Stammkunden zu begrüßen und zu erfahren, dass unser Angebot angenommen wird. Die Marktdienste waren allerdings manchmal schon eine Herausforderung, wenn bei klirrender Kälte, Regen oder großer Hitze vier Stunden auszuhalten waren. Da war dann die Freude groß, wenn der Einsatz sich gelohnt hatte und ein guter Umsatz gemacht wurde.

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Ausflug der Begegnungsstätte

08 Ausflug_BegegnunsstätteP1010658Die „Begegnungsstätte“ zu Besuch im „Gartenhäuschen“ ….

der Landgrafen von Hessen-Darmstadt am 26. Juni 2015. So jedenfalls charakterisierte leicht schmunzelnd Gästeführerin Franz das in nordöstlicher Nachbarschaft des Darmstädter Herrngartens liegende Prinz-Georg-Palais. Ernst Ludwig (1667 – 1739) ließ es um 1710 erbauen. (Übrigens war das jener Landgraf, der 1714 das Amt Seeheim den Grafen von Erbach abkaufte.) Nach Süden hin wurde ein Orangerie-Garten und der Palais-Garten im französischen Stil angelegt. Hinzu kam im Jahre 1748 der von Landgraf Ludwig VIII. (1691 – 1768) erworbene „Pretlacksche Garten“ mit seinem kunstvoll bemalten schmalen Gartenhaus, in dem sich heute eine Lesehalle befindet. Dieser Landgraf schenkte die gesamte Anlage 1764 seinem Lieblingssohn Georg Wilhelm (1722 – 1782) – daher der Name „Prinz-Georg-Garten“. Die Darmstädter Hofgesellschaft konnte so abseits der Residenz in diesem von Mauern geschützten Bereich vor allzu neugierigen Blicken ihren Vergnügungen nachgehen und ungestört Feste feiern.

Der Spaziergang durch den in Hessen einmaligen Park mit seiner Verknüpfung von Lust- und Küchengarten regte die Seeheimer Besucher an, sich über die Bepflanzung dieser Anlage auszutauschen, die eben nicht nur mit Zier-, sondern auch mit Nutzpflanzen (Kräuter, Salate, Gemüse) und kleinen Obstbäumen bestückt ist.  (mehr …)