Category Archives: Verwaltung

Seeheimer Kirchenbücher digitalisiert

Der Kirchenvorstand hat beschlossen, Digitalisate der historischen Kirchenbücher unserer Kirchengemeinde bis 1875 über das Zentralarchiv der EKHN anfertigen zu lassen. Danach werden sie im Kirchenbuchportal der EKD (www.archion.de) eingestellt.
Archion ist ein gemeinschaftliches Projekt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Mehrheit der evangelischen Landeskirchen. Auch staatlichen, kommunalen und weiteren kirchlichen Archiven steht Archion offen. Der Grundgedanke hinter Archion ist einfach. Die teilnehmenden Archive digitalisieren ihre historischen Quellen und präsentieren diese über ein gemeinsames Portal, um Ihnen bei der Familien- und Ahnenforschung so viel Komfort wie möglich zu bieten. Das Portal ermöglicht allen Interessierten zum Beispiel die Suche nach ihren Vorfahren in Originalquellen: zeitlich flexibel – von zu Hause aus – weltweit.
Diese bequeme Art der Recherche von zu Hause aus ist allerdings gebührenpflichtig, denn das Projekt muss ja refinanziert werden. Keine Kosten fallen weiterhin bei der Kirchenbuch-Recherche auf Microfiche-Datenträgern im Darmstädter Staatsarchiv an.

Erwin Rieke

Renovierung des Pfarrer-Reith-Hauses

Pfarrer-Reith-Haus

Nach Ostern wird im April nach zweijähriger Planungsphase die Sanierung und Modernisierung des Pfarrer-Reith-Hauses erfolgen. Die großen Fensterelemente des Dachgiebels müssen dringend wegen Undichtigkeit erneuert werden, ebenso stehen zahlreiche Reparaturen an. Die Beleuchtung wird modernisiert und im großen Saal soll die Raumakustik verbessert werden.
Die nachträglich eingebaute und seinerzeit von Reinhold Wild gespendete Galerie des Foyers darf lt. Baudezernat der EKHN nicht mehr als Versammlungsfläche genutzt werden. Als raumprägendes Element des Eingangsbereichs wird sie erhalten, aber die vorhandene Wendeltreppe rückgebaut.
Das Gemeindehaus kann während der Sanierungszeit nicht genutzt werden. Alle Gruppen, die sich dort treffen, müssen auf andere Versammlungsstätten der Kirchengemeinde oder Alternativen ausweichen.

Vielen Dank an die katholische St. Bonifatius-Gemeinde, die ihr Bischof-Colmar-Haus zur Verfügung stellt!

Imme Meyer

Gemeindeversammlung am 1. Advent 

Nach dem Gottesdienst zum 1. Advent, der musikalisch bereichert wurde durch das wunderbare Cellospiel von Wolfgang Nagel, am Piano begleitet von Marion Huth, blieben etwa 35 Interessierte zur Gemeindeversammlung. Auch Dekan Arno Kreh war der Einladung gefolgt. Dr. Erwin Rieke eröffnete die Versammlung und stellte die Tagesordnung vor:
Liturgie in der Laurentiuskirche Seeheim
Renovierung des Pfarrer-Reith-Hauses
Orgelrenovierung Malchen
Gemeindebrief Laurentius.
Bei seiner Einleitung in den ersten Tagesordnungspunkt, die gottesdienstliche Liturgie der Laurentiuskirche, verlas Dr. Rieke zunächst den Beschluss des Kirchenvorstands vom 1.11.2017, die Liturgie der EKHN in der Form II (B) ab Dezember probehalber für ein Kirchenjahr ab 03.12.2017 in den Gottesdiensten der Laurentiuskirche anzuwenden.
Pfrn. Loggen führte in die Liturgie nach Form II B der EKHN ein, die nun in Seeheim zur Anwendung kommt. Pfrn. Loggen erläuterte die Besonderheiten und begründete die einzelnen liturgischen Veränderungen auf der Grundlage theologischer und liturgiegeschichtlicher Aspekte. Ihre Ausführungen bezogen sich insbesondere auf folgende liturgische Schritte:

(mehr …)

Renovierung der Orgel in Malchen

Orgel Malchen

Die Walcker Orgel in Malchen wurde im November 2017 zur technischen und klanglichen Überarbeitung in die Orgelbauwerkstatt Rainer Müller abtransportiert. Obwohl erst Ende Januar mit den Arbeiten begonnen wird, erfolgte der frühzeitige Abbau, da Schimmelbefall festgestellt worden war. So wurde der Platz geschaffen, um Heizung und eventuelle Feuchtigkeit an der Wand überprüfen zu können.
Es hat sich gezeigt, die Wand ist nicht nass. Die Gesamtkosten für den Orgelumbau wurden mit 16.500 EUR angesetzt. Die Kosten können noch steigen, weil der Orgelmotor eventuell ausgetauscht werden muss. Er wurde wegen Unzugänglichkeit seit der Kirchenrenovierung in den 80er Jahren nicht mehr gewartet. Orgelbauer Rainer Müller wird eine Möglichkeit einbauen, damit der Orgelmotor in Zukunft regelmäßig geölt werden kann. Erfreulicherweise wurden bis Ende Dezember 10.500 EUR für die Orgelrenovierung gespendet. Anträge auf Zuschüsse wurden an die EKHN in Darmstadt und die Dekanatsstiftung gestellt. Einen genauen Zeitpunkt der Fertigstellung konnte Rainer Müller noch nicht zusagen. Vieles zeigt sich erst, wenn die Orgel komplett zerlegt ist. Vermutlich wird es im Mai so weit sein.
Für die Übergangszeit steht das digitale Orgelpositiv der Seeheimer Laurentiuskirche zur Verfügung. Im Jahr 2008 war die Bosch Orgel in der Laurentiuskirche erfolgreich umgebaut und erneuert worden. In diesem Jahr geschieht dies mit der Walcker Orgel in Malchen. Wie wunderbar, dass die Kirchengemeinde Seeheim-Malchen das kulturelle Erbe der Orgelmusik und des Orgelbaus so herausragend fördert. Gerne kann für die Malcher Orgel gespendet werden.

Die Bankverbindung:
Ev. Kirchengemeinde Seeheim-Malchen
Verwendungszweck: Orgel Malchen
Volksbank Darmstadt Südhessen eG
IBAN: DE39 5089 0000 0037 1790 19

Marion Huth

Senioren-Mittagstisch sucht Helfer

Jeden Freitag wird betagten Menschen ein Mittagessen im Pfarrer-Reith-Haus serviert. Fünf Teams, bestehend aus je vier ehrenamtlichen MitarbeiterInnen wechseln sich mit dem Einsatz ab. Zur Vervollständigung von zwei Teams und für gelegentliche Vertretungs-Einsätze sucht die evangelische Kirchengemeinde Seeheim-Malchen weitere ehrenamtliche Helfer.

Ansprechpartnerin ist Frau Elvira Buhlert.
Die Kontaktdaten erhalten Sie über unser Gemeindebüro.

Unser Weg durchs Labyrinth – Der Kirchenvorstand auf Seminar

Foto: Franziska Siebel

Gleich zu Beginn von Pfrn. Loggens Amtszeit in Seeheim und Malchen brachen wir (Kirchenvorstand mit beiden Pfarrpersonen) zu einem Wochenende im Kloster Höchst im Odenwald auf, um uns gegenseitig (besser) kennen zu lernen und gemeinsame Andachten zu feiern. Die Gottesdienstliturgie in Seeheim und Malchen stand als zentrales Diskussionsthema auf unserer Tagesordnung.

Sonntag früh sind wir gemeinsam durch das Kretische Labyrinth gegangen, das im Park des Klosters angelegt ist. Rückblickend betrachtet lässt sich der Gang durch das Labyrinth als Metapher für unsere Beschäftigung mit der Liturgie deuten.

Betritt man ein Labyrinth, lässt man sich auf einen Weg ein, man wird geführt auf vorgeformten Wegen, in diesem Fall ist der Weg festgelegt durch niedrige Buchsbaumhecken rechts und links. Wir haben uns auf die Liturgie eingelassen – vom Glockengeläut bis zum Auszug.
Der Weg verläuft zur Mitte. Im Mittelpunkt unseres Seminars stand das Anliegen die Liturgie zu verstehen und zu einer gemeinsamen Haltung finden.
Der Weg im Labyrinth ist kein Irrgarten (es gibt also weder Kreuzungen noch Sackgassen), und auch keine Spirale (er verläuft nicht von außen nach innen). Der Weg zur Mitte folgt vielmehr Wendungen – manchmal auch unerwarteten. Zu Beginn mag einem der Weg lang vorkommen. Man läuft mehrmals um die Mitte, zunächst werden die „Runden“ immer länger, man entfernt sich von der Mitte. Manche werden unbewusst schneller – besonders auf den langen Runden zu Beginn, andere bleiben bei ihren bedächtigen Schritten. In der Gruppe bestimmt die Person vor einem das Tempo. Aber: Irgendwann ist man plötzlich in der Mitte angelangt. So kamen auch wir mit unseren Diskussionen in der „Mitte“ an, also bei unserem Ziel, die Liturgie besser zu verstehen und zu einer gemeinsamen Haltung zu finden. Eine große Hilfe auf unserem Weg waren Einblicke in die theologischen Hintergründe zu den einzelnen liturgischen Elementen, die das Pfarrteam (Eva-Maria Loggen, Christoph Sames und Moderator Achim Dietermann) einbrachten.
Ein Labyrinth endet aber nicht im Inneren, sondern der Weg führt dann zurück von innen nach außen. Für uns heißt dies, dass wir nun unsere Einsichten und Ideen auch wieder in die Gemeinde tragen möchten: In persönlichen Gesprächen und in der Gemeindeversammlung am 3. Dezember nach dem Gottesdienst.

Sonntagmittag sind wir zufrieden abgereist: An diesem Wochenende haben wir viel gelacht und viel geschafft – vielleicht auch weil wir uns immer wieder Zeit genommen haben für Andachten im Raum der Stille. Texte der Gemeinschaft von Iona sowie Lieder aus dem EGplus haben Energie gegeben, ebenso wie unser einen Spaziergang entlang der Skulpturen des Vater Unser-Pfads mit herbstlichem Blick auf Burg Breuberg oder unsere unterhaltsamen Abende im Gewölbekeller. Nicht zuletzt freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit unserem wieder vollständigen und engagierten Pfarrteam.
Unser herzlicher Dank gilt Achim Dietermann für seine kompetente und humorvolle Begleitung des Wochenendes.

Franziska Siebel

Einladende Gottesdienste

Der Kirchenvorstand auf Seminar: Gleich zu Beginn von Pfarrerin Loggens Amtszeit in Seeheim und Malchen brachen wir (Kirchenvorstand mit beiden Pfarrpersonen) zu einem Wochenende im Kloster Höchst im Odenwald auf, um uns gegenseitig (besser) kennen zu lernen und gemeinsame Andachten zu feiern. „Wie können wir unsere Gottesdienste einladend gestalten?“ war unsere zentrale inhaltliche Frage.

Wann fühle ich mich in einem Gottesdienst eingeladen? Wann berührt mich ein Gottesdienst? Welche Erfahrungen mit Gottesdiensten prägen mich persönlich? Ein Erfahrungsaustausch machte uns nicht nur die eigene Sichtweise bewusst, sondern zeigte uns auch, wie unterschiedlich die Erfahrungen und Sichtweisen im Kirchenvorstand sind. Vor diesem Hintergrund haben wir uns mit der Liturgie der Gottesdienste in der Laurentiuskirche detailliert auseinandergesetzt, um eine gemeinsame Haltung gerungen und einen Vorschlag für Veränderungen erarbeitet. Diesen möchten wir am 3. Dezember vorstellen. Nach einem intensiven Wochenende sind wir Sonntagmittag zufrieden abgereist: Wir haben viel gelacht und viel geschafft. Gemeinsame Gespräche und Besinnliches wechselten sich ab, auch auf unserem Spaziergang entlang der Skulpturen des Vater-Unser-Pfads mit herbstlichem Blick auf Burg Breuberg oder bei unseren unterhaltsamen Abenden im Gewölbekeller. Nicht zuletzt konnten wir in den drei Tagen auch viel „Energie tanken“. Eine wichtige „Tankstelle“ waren unsere gemeinsamen Andachten im Raum der Stille mit Texten der Gemeinschaft von Iona und Liedern aus dem EGplus.

Zurück in Seeheim und Malchen freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit unserem wieder vollständigen und engagierten Pfarrteam. Unser herzlicher Dank gilt Achim Dietermann für seine kompetente und humorvolle Begleitung des Wochenendes.

Franziska Siebel

Aus dem Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand hat in seiner Sitzung vom 2. Oktober 2017 Pfarrerin Eva-Maria Loggen zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Damit folgte er dem Brauch, dass die sich Pfarrpersonen in dieser Funktion alle zwei Jahre abwechseln. Erwin Rieke wurde in der gleichen Sitzung als Vorsitzender des Kirchenvorstands bestätigt.

Der Kirchenvorstand

Kerbnachlese

Kerb 2017 – Foto: S. Leveringhaus03

„Ohne Kersch koa Kerb“ – Unter diesem Motto beteiligte sich die evangelische Kirchengemeinde auch in diesem Jahr wieder an der Seeheimer Kerb. Da das Wetter am Samstagnachmittag sich leider nicht von seiner besten Seite zeigte, wurde das Café Kir(s)chtorte kurzerhand ins Alte Pfarrhaus verlegt. Hier wurde wirklich jeder Zentimeter des zur Verfügung stehenden Platzes ausgenutzt, um sowohl die Kuchentheke ansprechend unterzubringen, als auch den Besuchern ausreichend Platz zum Sitzen zu bieten. Glücklicherweise ließ der Regen im Laufe des Nachmittags nach, so dass die Musiker doch noch aufbauen konnten. So war für jeden etwas dabei: Die einen lauschten draußen unter Pavillons der Musik, die anderen genossen Kaffee und Kuchen drinnen.

Weiter ging es am Sonntag. Fand der Gottesdienst zwar noch in der Laurentiuskirche statt, so konnte der Kerbumzug dann bei strahlendem Sonnenschein starten. Endlich das Wetter, das die Seeheimer Kerb verdient! Die Kirchengemeinde war mit einer gut gelaunten Gruppe vertreten, die eifrig Gummibärchen verteilte. Zurück im Hof des Alten Pfarrhauses herrschte dort bereits reges Treiben. Viele Gäste genossen im Laufe des Nachmittags in gemütlicher Atmosphäre Kaffee und Kuchen und ließen sich von Livemusik unterhalten. Durch Kaffee- und Kuchenverkauf konnten wir einen Erlös in Höhe von 865 Euro erzielen, den wir für die Renovierung des Pfarrer-Reith-Hauses gut gebrauchen können. Die Kirchengemeinde dankt den Besuchern und allen, die vor oder hinter den Kulissen zum Gelingen beigetragen haben. Und eins ist sicher: Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei. Denn: „Ohne Kersch koa Kerb!“

Sandra Leveringhaus