Category Archives: Aktuelles

Die Kirchengemeinde fördert den Naturschutz

Die Kirchengemeinde hat den Dachboden der Seeheimer Laurentiuskirche dem Einbau einer Brutgelegenheit für Schleiereulen zur Verfügung gestellt. Die Schleiereule lebt hauptsächlich von Feld- und Spitzmäusen, die nachts gejagt werden. Durch den ständig steigenden Einsatz von Pestiziden gegen Nagetiere ist die Schleiereule gefährdet. Sie ist stark davon abhängig, dass geeignete Brutplätze vorhanden sind. Die Schleiereule ist nachtaktiv und benötigt einen dunklen Brutplatz.

Der ist auf dem Dachboden gewährleistet durcheinen rechtwinklig abgewinkelten Einflugschachtund durch die Installation auf der Seite, die durch den Kirchturm vor dem gleißenden Licht der Scheinwerfer geschützt ist. Ideale Brutplätze und Nistkastenplätze für Schleiereulen sind exponierte und freistehende Gebäude wie Kirchtürme, Scheunen und Feldscheunen. Wer so ein Gebäude besitzt oder kennt, sollte sich an den NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) wenden.

Der Nistkasten ist 1,20m lang, 80cm tief und 70cm hoch. Die Einzelteile wurden von Willi Fuchs, Gebietsleiter Eulenschutz des NABU aus OSB-Platten vorgefertigt. Herr Fuchs hatte drei Helfer mitgebracht, Max (5 Jahre), Daniel Wagner vom NABU Ried und Klaus Herth, Vorstand des NABU Seeheim. Die recht schweren Einzelteile wurden vom Friedhofsvorplatz durch die Kirche über die enge Treppe auf den Dachboden transportiert und dort zusammengebaut. Eingefädelt wurde die Aktion von Karlheinz Schneider, Ehrenvorsitzender des NABU Seeheim und ehemaliger Kirchenvorsteher in Seeheim, und Rainer Leipold, Mitglied des Bauausschusses. Der Nistkasten ist gegenüber der Umgebung komplett abgeschlossen, die Lagermöglichkeiten für verschiedene Materialien wie zum Beispiel Krippenspielzubehör sind also überhaupt nicht beeinträchtigt.

Warum soll man eigentlich die Schleiereule schützen? Man kriegt sie tagsüber ja sowieso nicht zu Gesicht. Ist es nicht sinnvoller die Menschen zu schützen als immer wieder die Natur? Tatsache ist, dass der Mensch selbst Teil der Natur ist. Und in dem Maße wie wir heute und morgen Tausende von Pflanzen- und Tierarten zugrunde richten, verschwinden übermorgen die Lebensmöglichkeiten unserer Kinder und Kindeskinder.

Rainer Leipold

Faire Gemeinde Seeheim-Jugenheim

Auszeichnung „Faire Gemeinde“

Wer hat es schon entdeckt? Am Hoftor des Alten Pfarrhauses und am Pfarrer-Reith-Haus hängt seit kurzem das Schild „Faire Gemeinde“. Um diese Auszeichnung des Zentrums Ökumene zu erlangen, konnten wir auf dem Bewerbungsbogen folgende Kriterien ankreuzen:

  • Faire Bewirtung bei Gemeindefesten mit Mahlzeiten aus regionalen oder fair gehandelten Zutaten
  • Eine Verkaufsstelle für Produkte aus fairem Handel auf dem Wochenmarkt
  • Müllvermeidung bei Veranstaltungen und Festen, die Vermeidung von Plastikgetränkeflaschen
  • Die Verwendung von Recyclingpapier im Büro (ab der nächsten Bestellung!)
  • Den Bezug von Ökostrom
  • Wenn möglich Geschenke aus fairem Handel
  • Unsere Beteiligung am nachhaltigen Energiemanagement „Grüner Hahn“.
All diese Kriterien konnte unsere Gemeinde vorweisen. Mit unserer Bewerbung wollen wir ein Zeichen nach außen setzen. So kann deutlich werden, dass faires Handeln unseren Kirchenalltag bestimmt. Auch die Kommune Seeheim-Jugenheim gehört zu den „fairtrade-towns“.
Wir freuen uns über die Auszeichnung und hoffen, dass wir damit andere Kirchengemeinden und vor allem auch die Menschen in unseren Gemeinden zu fairem Handeln einladen.
Pfarrerin Eva-Maria Loggen

Fair geht vor

Erstmals hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eine eigene Rechtsverordnung zur Beschaffung von Waren und Dienstleistungen beschlossen. Danach sollen kirchliche Einrichtungen unter anderem darauf achten, dass Lebensmittel aus regionaler und möglichst biologischer Herstellung stammen. Produkte sollen fair gehandelt werden, gesundheitlich unbedenklich und der Umweltverbrauch bei Herstellung Transport, Nutzung und Entsorgung möglichst gering sein. Es soll zudem darauf geachtet werden, dass Menschenrechte in der Zulieferkette gewährleistet sind. Bei der Auftragsvergabe sind kirchliche Einrichtungen aufgerufen, ökonomische, ökologische und soziale Kriterien zu berücksichtigen

Für die Umsetzung der Verordnung in unserem Dekanat wurde ein Umweltausschuss und ein Umweltteam aus vier hauptamtlichen Mitarbeitenden im Heppenheimer Haus der Kirche gebildet. „Wir fangen im Dekanat nicht bei null an. Schon seit etlichen Jahren kaufen wir fair gehandelten Kaffee sowie regional und biologisch hergestellte Lebensmittel. Doch wir wissen, es gibt zur Bewahrung der Schöpfung noch Luft nach oben“, sagte die Dekanats-Referentin für gesellschaftliche Verantwortung, Sabine Allmenröder, die die Umweltaktivitäten koordiniert. Informationsveranstaltungen und Material zum ökofairen Einkaufsportal www.wir-kaufen-anders.de für Gemeindeversammlungen, Kirchenvorstände und Kindertagesstätten bietet Sabine Allmenröder an.

Kontakt:
Fachstelle gesellschaftliche Verantwortung
E-Mail: sabine.allmenroeder.dek.bergstrasse@ekhn-net.de

Telefon (0 62 52) 67 33 43

Offene Kirche

Ach wie gut das tut! Wenn ich auf eine Kirche zugehe, die Klinke drücke und die Tür sich öffnet. Und wie enttäuschend ist das, wenn mir ein Kirchenraum verschlossen bleibt. Letztlich haben mich solche Enttäuschungen in unserer Gemeinde und an Ausflugs- und Urlaubsorten dazu bewegt, mitzumachen im Team „Offene Kirche“, um dazu beizutragen, dass die Menschen, die unsere Laurentiuskirche besuchen möchten, auch außerhalb der Gottesdienst- und Veranstaltungszeiten eine offene Kirchentür vorfinden.

Jede, jeder kommt mit seinem eigenen Anliegen, sucht vielleicht Stille, möchte die Schönheit des Raumes fühlen oder seiner eigenen Spiritualität nachgehen.

Beginnend am 27. März werden wir in der Sommerzeit die Laurentiuskirche wieder jeweils mittwochs von 16 – 18 Uhr öffnen. Unser kleines Team bemüht sich, dieses Angebot zu erhalten und zu erweitern. Dazu braucht es Unterstützung. Eine Mitarbeit ist unkompliziert und nach kurzer Einweisung möglich. Sie haben alle vier bis sechs Wochen zwei Stunden an einem Nachmittag oder frühen Abend Zeit? Bitte melden Sie sich, wenn Sie Fragen dazu haben oder schon Ihr Interesse an einer Mitarbeit anmelden möchten.

Jörg Mattutat für das Team„Offene Kirche“

Ehepaar Graf erhält Luther-Medaille

Seit 2012 wird die Luther-Medaille des Evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau an Menschen verliehen, die sich in besonderer Weise um die Erfüllung des kirchlichen Auftrags verdient gemacht haben, etwa durch überdurchschnittliches haupt- und ehrenamtliches Engagement, das Eintreten für soziale Belange, wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten und andere Leistungen, die dem Anliegen der Reformation Gestalt geben. Im November 2018 fiel die Wahl auf das Autorenteam Gabriele Hannah, ihren Bruder Hans-Dieter Graf und dessen Ehefrau Martina Graf für die Veröffentlichung ihrer umfangreichen Dokumentation „Die Juden vom Altrhein“. Die beiden Grafs sind seit Jahren in Seeheim ansässig, Martina Graf war lange Jahre Mitglied der Laurentius-Redaktion.

Für ihr Werk recherchierten die drei Autoren sämtliche Biografien jüdischer Familien, die als angesehene Bürger in den Gemeinden Hamm, Eich und Gimbsheim gelebt hatten, bis sie zur Emigration gezwungen oder deportiert und ermordet worden waren. Darüber hinaus stellten die Autoren zahlreiche Kontakte zu Nachkommen her, die eine Fülle von authentischem Material lieferten. 16 von ihnen waren im Juli eigens zur Buchvorstellung aus USA, Israel, Schweden und Schweiz nach Deutschland angereist und hatten Stätten der Erinnerung aufgesucht.

Das Buch „Die Juden vom Altrhein“ sei mehr als eine historische Bestandsaufnahme, die bis in die heutige Generation hineinreiche, sagte der Wormser Präses Alexander Ebert bei der Preisverleihung in Worms, an der viele Vertreter aus Kirche und Politik teilnahmen. Es zeige, wie notwendig der Dialog gerade in heutiger Zeit sei, wo Antisemitismus und Antijudaismus wieder erstarkten. Die Laudatio für die Preisträger hielt Bernd Wilhelm, der mit Thomas Höppner-Kopf, dem evangelischen Pfarrer von Hamm, das Buchprojekt maßgeblich unterstützt und begleitet hatte. Letztendlich habe die Veröffentlichung nur dank des großen Engagements der evangelischen und katholischen Gemeinde Hamm und Gimbsheim und mit Hilfe weiterer Spenden aus dem kirchlichen, kommunalen und privaten Reich realisiert werden können. Mit diesem Buch sei eine verschwundene Gruppe wieder sichtbar gemacht worden, betonte Bernd Wilhelm: „Es zeigt, was wir verloren haben.“ Das Dekanat habe mit der Verleihung der Luther-Medaille an das Autorenteam Hannah und Graf eine gute Wahl getroffen.

Der Wormser Dekan Harald Storch hob noch einmal den ökumenischen Aspekt dieser Buchproduktion hervor. Die Dokumentation sei ein herausragendes Beispiel dafür, wie der kirchliche Auftrag in unserer Region wahrgenommen werde.

Yvonne Schnur

So ist Sonntag

Der Sonntag ist für viele Menschen ein besonderer Tag: frei für Ruhe und Erholung, frei für Familie, Freunde und Hobbys, frei für Gottesdienst. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau mach sich für den Sonntag Stark. Er soll für möglichste viele frei bleiben – als eine besondere Zeit. Wöchentlich erinnert der Sonntag daran: Das Leben ist mehr als Arbeit und das, was wir leisten.

www.So-ist-Sonntag.de

Evangelische Kirche
In Hessen und Nassau

„Friede sei ihr erst Geläute“

Europaweites Glockenläuten am 21. September.

Unsere Gemeinde beteiligt sich am europaweiten Glockenläuten zum Internationalen Friedenstag am Freitag, dem 21. September. An zahlreichen Orten Europas erklingen an diesem Tag von 18 Uhr bis 18.15 Uhr die Kirchenglocken. So auch bei uns in Seeheim. Das Geläut lädt ein zum anschließenden Friedensgebet um 18.15 Uhr in der Laurentiuskirche.

Angesichts von Krieg und Gewalt in vielen Teilen der Welt ist es erforderlich, ein deutlich hörbares Zeichen für den Frieden zu setzen. Mit dem Glockengeläut erinnern wir auch an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren sowie an den Beginn des 30-jährigen Krieges vor 400 Jahren.

Die Veranstalter des „Europäischen Kulturerbe-Jahres“ haben alle Glockeneigentümer Europas gebeten, am Internationalen Friedenstag unter dem Motto „Friede sei ihr erst Geläute“ ab 18 Uhr für eine Viertelstunde die Glocken zu läuten. Es wäre das erste Mal in der europäischen Geschichte, dass alle Glocken gemeinsam läuten und gemeinsam für den Frieden erklingen. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck schlossen sich der Initiative an. Auch das Evangelische Dekanat Bergstraße unterstützt die Aktion.

Bernd Biewendt und Rainer Leipold

Religonen für Gerechtigkeit

Kinderchor spielte Musical

Musical Zachäus Zastermann

Am 18. März führte der Kinderchor unter der Leitung von Marion Huth das Musical Zachäus Zastermann von Klaus Heizmann im Familiengottesdienst auf. Die kleinen Schauspieler, Sänger und Sängerinnen beeindruckten mit einer großartigen Leistung. Die Kulissen (Heiner Huth) und die Kostüme (Marion Huth) unterstützten die Spielfreude und die Geschichte des Zastermanns, der sich nach der Begegnung mit Jesus von Grund auf veränderte. Danke an alle aktiven Eltern, die beim Auf-und Abbau, Soufflieren und Mitdenken geholfen haben.

Marion Huth

Neue Kraft für den Kirchenvorstand

Einführung Heidi Kraft

Nachdem zwei langjährige Mitglieder den Kirchenvorstand verlassen haben (vgl. letzter Laurentius), freuen wir uns nun sehr, dass wir als Verstärkung Heidi Kraft gewinnen konnten. Am 29. April wurde sie im Gottesdienst feierlich in ihr Amt eingeführt.
Seit ihrer Geburt vor 54 Jahren lebt sie (mit ein paar Unterbrechungen) in Seeheim und arbeitet als kaufmännische Angestellte in Frankfurt. Seitdem sie vor einigen Jahren wieder in die Kirche eingetreten ist, gestaltet sie zunehmend aktiv das Gemeindeleben mit und möchte damit beitragen, „unsere Kirchengemeinde offen, transparent und freundlich zu gestalten“. So haben Sie Frau Kraft vielleicht auch schon gesehen beim Stand des Eine-Welt-Ladens auf dem Markt oder im Pfarrer-Reith-Haus, bei dem von ihr gestalteten Adventsfenster oder in verschiedenen Gottesdiensten. Darüber hinaus wirkt sie mit im Friedenskreis und wird künftig auch dem Redaktionsteam des Laurentius angehören.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Gestaltung unserer Gemeinde und wünschen dazu Gottes Segen!

Für den Kirchenvorstand
Franziska Siebel