Berufsausbildung in Tanzania

Berufsausbildung in Tanzania

Ob Regen oder Sonnenschein, Kälte oder große Hitze – jeden ersten Samstag im Monat können Sie beim Stand des Eine-Welt-Ladens der Evangelischen Kirchengemeinde Seeheim-Malchen fair gehandelte Waren einkaufen. Außerdem werden Lebensmittel und Geschenkartikel nach den Gottesdiensten im Pfarrer-Reith-Haus, bei der Kerb, auf dem Weihnachtsmarkt und im Advent im Alten Rathaus angeboten.

Im Laufe des Jahres 2016 haben viele Menschen bei uns eingekauft. So konnten wir erneut einen beachtlichen Gewinn erwirtschaften und mit einem Betrag von 900 Euro ein Projekt in unserer Partnerregion in Süd-Tanzania unterstützen. In diesem Jahr wollen wir wieder die Berufsausbildung in Tanzania fördern, und zwar in Namtumbo.
Namtumbo liegt in einem sehr ländlichen und besonders armen Gebiet im Süden Tansanias. Das neue Berufschulzentrum besteht seit einem Jahr und bildet zur Zeit 40 Schülerinnen und Schüler in handwerklichen Berufen aus.
Große Nachfragen gibt es in den Bereichen Fahrschule und KFZ Mechaniker (Erwerb eines Führerscheins für eine Anstellung als Taxifahrer oder Gründung eines eigenen Taxigewerbes oder einer Autowerkstatt). Die Investitionen in diesen Bereichen sind sehr hoch. Es müsste ein Fahrzeug für die Fahrschule angeschafft werden, außerdem die Ausrüstung und Werkzeuge für die KFZ-Ausbildung.
Jungen Menschen in ländlichen Regionen Tanzanias eine Zukunftsperspektive zu eröffnen – das erscheint uns als eine sinnvolle Aufgabe. Deshalb werden wir dieses Projekt der Herrnhuter Missionshilfe, mit der wir seit Jahren im Rahmen unserer Partnerschaft zusammenarbeiten, gern unterstützen.

Elke Schulze

Neue Gottesdienstzeiten im Altenzentrum

Nun sind es drei Monate her, seit meine Kollegin, Pfarrerin Barbara Tarnow ihren letzten Gottesdienst in der Sandstraße gehalten hat. Sicher wird sie nicht nur vielen Bewohnern, Haus- und Pflegekräften fehlen, auch manche Gemeindemitglieder aus Seeheim nehmen ja gern an den Gottesdiensten im Pflegeheim teil und nicht wenige haben so auch den Weg in die ehrenamtliche Arbeit gefunden.
Nun ist leider nach 19 Jahren die hier angesiedelte ¼ Stelle, die von Frau Tarnow besetzt war, gestrichen worden. Der Kirchenvorstand hat daher beschlossen, die Gottesdienste im 14-tägigen Rhythmus zu belassen und nach wie vor auch gemeinsame Gottesdienste mit der Laurentiusgemeinde zu feiern, um damit auch insbesondere bei den hohen Feiertagen im Altenzentrum präsent zu bleiben.
Allerdings werden wir in diesem Jahr die Gottesdienste im Wechsel mit der katholischen Gemeinde anbieten. 2/3 der Gottesdienste werden als evangelische Gottesdienste gefeiert, 1/3 der Gottesdienste werden katholische Gottesdienste sein. Vielleicht wird sich an dieser Regelung in Zukunft noch etwas ändern können, wenn die zweite Pfarrstelle wieder regulär besetzt ist und uns nach wie vor unsere Ruhestandspfarrer und Prädikanten in unserer Arbeit unterstützen.

Wir bitten Sie in diesem Sinne um Ihr Verständnis, dass nach dem Weggang von Frau Tarnow Ihre Gottesdienste nicht einfach von den Pfarrern der Kirchengemeinde Seeheim-Malchen übernommen werden können und hoffen auch von Seiten der Landeskirche auf eine Aufwertung der gottesdienstlichen Präsenz in den Altenzentren.

Pfarrer Christoph Sames

Spendengemeinschaft Laurentius

Liebe Gemeindemitglieder,

die Redaktion freut sich, dass das regelmäßige Erscheinen des Laurentius so vielen Menschen am Herzen liegt. Mehr als 20 Leserinnen und Leser haben bisher Einzelspenden überwiesen bzw. monatliche Zahlungen wie bei einem Abonnement angekündigt und insgesamt sind schon 1.500 Euro zusammengekommen, womit sich die Druckkosten von zwei Ausgaben begleichen lassen.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen des Gemeindebriefes beitragen, sei es durch finanzielle oder redaktionelle Beiträge, sei es durch das von der Firma stilEcht gespendete Layout. Wir suchen weiterhin Menschen, die in der Redaktion mitarbeiten wollen und natürlich weitere Spender und Spenderinnen.

Die IBAN für das Spendenkonto der Kirchengemeinde lautet:
DE39 5089 0000 0037 1790 19;
Stichwort: Gemeindebrief Laurentius

Erwin Rieke

Sanierungsstau im Pfarrer-Reith-Haus

Pfarrer-Reith-Haus

Das 1992 eingeweihte Pfarrer-Reith-Haus ist in die Jahre gekommen und bedarf vieler barmherziger Samariter, um weitere 25 Jahre der Kirchengemeinde dienen zu können. Rund 90 Positionen umfasst der Maßnahmen-Katalog der nun von einem Architekten kalkuliert wurde: auf rd. 160.000 Euro incl. MwSt und Honoraren belaufen sich die Gesamtkosten.
Marode Fenster, Mauerundichtigkeiten, abgenutzte Tür- und Fensterbeschläge, beschädigte Rollos und Faltwände, Wandanstriche und Parkettaufarbeitung sowie Fußböden-Grundreinigungen, aber auch an neue Bauvorschriften anzupassende Geländer sind typische Beispiele. Dazu kommen Gerüste, Baustelleneinrichtung und notwendige Anschaffungen. Unsere Gemeinde kann zwar für bestimmte Vorhaben Zuschüsse der Landeskirche erwarten, wird jedoch den ganz überwiegenden Teil selbst finanzieren müssen.

Die Stiftung „Laurentius-Kirche“, deren Zweck die Erhaltung der Gebäude unserer Gemeinde ist, wird angesichts der geringen Zinseinkünfte aus dem nicht antastbaren Stiftungskapital nur einen kleinen Beitrag leisten können. Wir freuen uns daher über jede Spende, besonders natürlich über eine Zustiftung zur direkten Stärkung des Stiftungskapitals.

Einzahlungen bitte an: Kirchengemeinde Seeheim-Malchen
Volksbank Darmstadt-Südhessen eG
Verwendungszweck: Stiftung Laurentiuskirche – ‚Zustiftung’ oder ‚PRH-Sanierung’
IBAN DE39 5089 0000 0037 1790 19

Gern nennen wir auch konkrete Teilvorhaben, wie z.B. Lautsprecheranlage (7.500,-) für den Gemeindesaal, falls ein Spender die kompletten Kosten übernimmt, was wir gern mit Gedenkplaketten im Foyer würdigen werden.

Hans Hrausek

Orgel in Malchen muss saniert werden

04 Orgel in Malchen muss saniert werden

Orgel Malchen

Größere Arbeiten stehen bei der Orgel in der Malcher Kirche an. Sie ist innen stark verstaubt und weist leichte Spuren von Schimmelbefall auf. Es soll daher eine bessere Zugänglichkeit für Arbeiten im Innenteil der Orgel hergestellt werden, damit z. B. der Gebläsemotor ohne ein komplettes Vorrücken der Orgel gewartet werden kann.
Zu den weiteren Arbeiten gehören u.a. Ausbau und Überarbeitung des gesamten Pfeifenwerks, Überprüfung der Windlade auf Undichtigkeiten, Arbeiten im Bereich der Windkanäle, des Gebläses und des Balges, sowie eine Verbesserung der Spieltraktur. Außerdem sollen die Manualtastenbeläge überarbeitet werden. Wünschenswert wäre auch eine Vergrößerung des Abstands der Registerhebel.
Das Instrument, eine Stiftung der Malcher Bürgerin Louise Haese, wurde 1955 von der Ludwigsburger Firma E.F. Walcker hergestellt und kostete damals 4900 DM. Seit der großen Generalsanierung der Malcher Kirche in den 1980er Jahren sind die jährlich vorgeschriebenen Wartungen wohl nicht immer mit der notwendigen Sorgfalt durchgeführt worden, wie Dekanatskantorin Marion Huth nach dem Zusammenschluss der beiden Kirchengemeinden feststellen musste. Der Kirchenvorstand lies sich daher 2016 von einigen Orgelbauwerkstätten Kostenvoranschläge zur Sanierung vorlegen, die anschließend vom Orgelsachverständigen der EKHN gutachterlich bewertet wurden. Der Kirchenvorstand folgte im Dezember seiner Empfehlung und fasste den Beschluss, die rheinhessische Firma Rainer Müller mit der Orgelsanierung zu beauftragen, unter der Voraussetzung, dass der von einer noch zu benennenden Gruppe zu erstellende Kosten- und Finanzierungsplan für die Sanierung in Höhe von rund 16.400 bis maximal 20.000 Euro vom Kirchenvorstand sowie kirchenaufsichtlich genehmigt wird.
Die notwendige Sanierung ist für die Kirchengemeinde Seeheim-Malchen aus laufenden Haushaltsmitteln allein nicht zu finanzieren. Mittel der Landeskirche werden beantragt werden müssen. Aber auch das wird nicht reichen. Deswegen ist die Gründung eines Arbeitskreises nötig, der sich Gedanken darüber macht, wie das Projekt „Orgelsanierung“ mit Spendenaktionen über die Bühne gebracht werden kann. Vielleicht findet sich ja auch ein wohlmeinender Großspender, der die Kirchengemeinde unterstützt – genau wie damals Louise Haese.

Einzahlungen bitte an: Kirchengemeinde Seeheim-Malchen
Volksbank Darmstadt-Südhessen eG
Verwendungszweck: Orgel in Malchen
IBAN DE39 5089 0000 0037 1790 19

Interessierte, die die Kirchengemeinde auf dem Weg der Orgelsanierung voranbringen wollen, mögen bitte mit dem Büro der Kirchengemeinde Kontakt aufnehmen.

Michael Maxin

Pfarrer Michael Klesy stellt sich vor

Michael Klesy

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich habe die große Freude, mich Ihnen als Ihr neuer Pfarrer in Seeheim und Malchen für die Übergangszeit bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle einmal kurz vorzustellen.
Mein Name ist Michael Klesy, ich bin 59 Jahre jung, habe zwei erwachsene Kinder, bin seit dem vergangenen September jetzt auch Opa und lebe in Dreieich-Götzenhain.
Stationen meines Lebensweges waren nach der Schulzeit zunächst eine Ausbildung zum Stuckateur, Zivildienst in einem Kinderheim, Abitur, Studium in Mainz und Tübingen, Lehrvikariat in Offenbach-Bürgel bei Pfr. Willfried Ostheim, der inzwischen hier im Dekanat als Ruhestandspfarrer lebt. Anschließend war ich dann als Gemeindepfarrer in Biedenkopf-Wallau, Biebertal und Obertshausen tätig.
Meine Motivation zum Pfarrberuf ist ganz wesentlich geprägt durch das persönliche Bekenntnis des Apostels Paulus am Anfang seines Römerbriefes, das mir bei meiner Konfirmation mit auf den Weg gegeben wurde:

Röm. 1,16: „Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben.“

Ich freue mich sehr über eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen in allen Bereichen kirchengemeindlicher Arbeit, viele anrührende Gottesdienste, herzliche Begegnungen, persönliche Kontakte und gute Gespräche! Gott, der Herr, segne Sie, Ihre Familie und die ganze Gemeinde!

Ihr Pfarrer Michael Klesy

Lebendiger Adventskalender 2016

Lebendiger Adventskalender in Malchen unter der Dorflinde

Lebendiger Adventskalender in Malchen unter der Dorflinde

Die Premiere des „Lebendigen Adventskalenders“ in Seeheim und Malchen fand großen Zuspruch. Zu ganz unterschiedlichen Programmen der verschiedenen Gastgeber kamen jedes Mal zwischen 10 und 30 Besucher, um gemeinsam zu singen, eine Weihnachtsgeschichte, ein Gedicht oder auch ein kleines Theaterstück zu hören und zu sehen und vor dem geschmückten Adventsfenster bei Punsch, Glühwein, Gebäck, Kuchen oder heißer Suppe anschließend miteinander ins Gespräch zu kommen. Auf diese Weise wurden Begegnungen und Gespräche ermöglicht und Menschen zusammengebracht, die sich sonst vielleicht nicht getroffen hätten.

Martina Graf

“Du bist okay, wie du bist!“

Der Humorist und Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen über die Bedeutung der Reformation

Die evangelische Kirche feiert 500 Jahre Reformation – und der Humorist und Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen feiert mit. Weil er Martin Luther für einen coolen Typen hält, der Mut, Humor und starke Botschaften hatte: Jeder Mensch ist wertvoll, unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit. Jeder Mensch ist frei, Ideologien zu hinterfragen.

Trotz alledem sehr lecker!

fotoWie 20 weitere Kirchengemeinden des Dekanats Bergstraße hat sich die Kirchengemeinde Seeheim-Malchen an einer Apfelbaum-Pflanzaktion beteiligt, bei der rund um den Reformationstag 2016 alte und mitunter seltene standort- bzw. regionaltypische Sorten gepflanzt werden.
Unser auf dem Gelände des Laurentius-Kindergartens gesetztes Bäumchen ist eine „Champagner-Renette“, deren vielseitig verwendbare Früchte Ende Oktober reifen. Sie eignen sich als Tafel-, Koch- und Mostapfel. Nach ca. vier Wochen wird die Säure abgebaut, ab dann können die Äpfel, die bis in den April im Keller lagerfähig sind, genossen werden.

Motto der Aktion ist einer der bekanntesten Sätze, die Martin Luther zugesprochen werden: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Es ist ein Satz, der nach heutigem Verständnis gegen Weltuntergangstimmung und Pessimismus ein Zeichen der Hoffnung setzen will mit einem tatkräftigen „Trotz alledem“, so ist es auf der Homepage des Dekanats zu lesen. Wie der Reformator wohl reagieren würde, könnte er alle die in seinem Namen begangenen Aktionen sehen? In unserer Kirchengemeinde wird die mögliche theologische Interpretation mit der Stillung des grundlegenden menschlichen Bedürfnisses nach Nahrung verbunden.

Die Äpfel, die der Baum einmal tragen soll, sind für unsere jüngsten Gemeindemitglieder, die Krippen- und Kindergartenkinder, bestimmt, die sie sicher mit Genuss verzehren werden.

Imme Meyer