Pfarrerin Eva Maria Loggen in Amt und Würden

Einführungsgottesdienst Eva Maria Loggen

Die Laurentiuskirche war voll besetzt zu Ehren von Eva Maria Loggen, unserer neuen Pfarrerin, als sie am Sonntag, 3. September von Dekan Arno Kreh in ihr Amt eingeführt wurde. Aber nicht nur Seeheimer und Malcher gaben ihr die Ehre, sondern auch Vertreter ihrer Vikariatsgemeinde am Bodensee und aus Gernsheim am Rhein, ihrer letzten Pfarrstelle, bevor sie den Dienst am Schuldorf antrat.
Seine Ansprache stellte Dekan Arno Kreh unter die Tageslosung aus Nehemia 8,8: Sie lasen aus dem Buch, dem Gesetz Gottes, Abschnitt für

Einführungsgottesdienst Eva Maria Loggen

Abschnitt und erklärten es, sodass man verstand, was gelesen wurde. Das sei eine der wichtigsten Aufgaben eines Pfarrers, so Gottes Wort zu verkündigen und zu erklären, dass es verstanden werden kann. Wie Luther schon forderte solle ein Pfarrer den Menschen „aufs Maul schauen“ und genau zuhören, um ihnen in Liebe Trost begegnen zu können. Bevor Arno Kreh zusammen mit ihrer Freundin Sonja Knöller und Pfrn. Ingeborg Verwiebe Eva Maria Loggen in ihr Amt einsegnete, dankte er noch den Pfarrern Dr. Alfred König und Michael Klesy, die nach dem Weggang von Monika Bertram die Vakanz gefüllt hatten und sprach die Hoffnung aus, nicht schon bald wieder zu einem Einsegnungsgottesdienst nach Seeheim kommen zu müssen.
Im Predigttext aus Jesaja 29, 17-24 (Die große Wandlung), gut 2800 Jahre alte Worte, sah Pfarrerin Loggen eine Herausforderung im Sinne der von Dekan Kreh gewünschten Erklärung zum Verstehen des Textes in heutiger Zeit. Sie hob hervor, wir können trotz unseres angehäuften Wissens nicht in die Zukunft schauen, nur an eine gute Zukunft glauben in Erwartung einer nahen Änderung. In diesem Sinne wünschte sich Pfrn. Loggen, dass in unseren Gemeinden „Ritter und Ritterinnen des Glaubens“ (nach Sören Kiekegard) unterwegs sind, die von außen nicht als solche erkennbar sind, die aber mit der Vision von einer besseren Welt im Herzen mutig für das eintreten, was auch Jesaja in seiner Friedensvision von der großen Wandlung sagt. Ohne Visionen werden wir jedoch zugrunde gehen.

Einführungsgottesdienst Eva Maria Loggen

Umrahmt wurde der feierliche Gottesdienst vom Kirchenchor und dem IONA-Chor (siehe Laurentius 09 Seite 14), dem Pfrn. Loggen mit drei KollegInnen selbst angehört. Der anschließende Empfang im sonnenbeschienenen Hof des Alten Pfarrhauses wurde mit Grußworten von Bürgermeister Olaf Kühn eingeleitet, der auf einen weitgespannten Bogen intensiver Zusammenarbeit von Kommune und Kirche hinwies, vom Kindergarten über die gemeinsame Betreuung von Asylanten bis zum Gedenken an die Opfer des Nazireichs. Wie Dekan Kreh unterstrich er, der Kirchengemeinde nunmehr eine Kontinuität in der Besetzung der Pfarrstellen zu wünschen. In Grußworten zweier Vertreter des Schuldorfs (Dietmar Burkhardt und Anne Mohns) wurde der Weggang der geschätzten Schulpfarrerin bedauert.

Unsere Ökumene-Partner Ursula Becker von der Kath. Gemeinde und Pfr. Jürgen Grün (Freie ev. Gemeinde), der ein Grußwort verleseneließ, betonten die 30jährige ökumenische Zusammenarbeit in der Praxis der Gemeindearbeit. Schließlich hieß Erwin Rieke namens der Kirchengemeinde Pfrn. Loggen nochmals herzlich willkommen und hob besonders das Verdienst ihrer beiden Kinder hervor, als Pfadfinder den Weg in unsere Gemeinde gefördert zuhaben, vermutlich, weil man im Pfarrhaus so nah an der Eisdiele wohne, was er mit entsprechenden Gutscheinen honorierte. Das Heimatbuch zum neuen Wohnort überreichte er jedoch zunächst an den Ehemann, da sie selbst durch Amtsantritt und hoffentlich baldigen Um- und Einzug kaum die Zeit habe, darin zu lesen. Mit dem Dank an alle ehrenamtlichen Helfer (Eisdielen-Gutscheine) und dem Wunsch, in der eigenen Amtszeit keine Neubesetzung einer Pfarrstelle erleben zu müssen, leitete er auf Eva Maria Loggen über. Sie dankte für alle guten Wünsche, die Geschenke und die aus nah und fern gekommen Freunde, Bekannten, Kollegen und Gemeindemitglieder und betonte, hinsichtlich der fertig zu stellenden Pfarrwohnung eine „intensive Naherwartung“ im Sinne des Predigttextes zu hegen. Damit endete der offizielle Teil des Empfangs und gab Raum für viele private Gespräche im Pfarrhof.

Hans Hrausek

5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt

Wie in den letzten Jahren backen auch in diesem Jahr die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Seeheim und Malchen wieder Brote zum Erntedankfest. Bäckerei Schwind unterstützt dankenswerterweise auch in diesem Jahr die Aktion „5.000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“.

Nach dem Backen werden die Brote in das Altenzentrum Seeheim und in die Bürgerhalle Malchen gebracht, wo sie nach den Erntedankgottesdiensten am 01. Oktober (10.00 Uhr Altenzentrum, 11.00 Uhr Malchen) gegen eine Spende verteilt werden. Der Erlös geht an Kinder- und Jugendbildungsprojekte in Ghana, El Salvador und Albanien.

Pfrin. Eva Maria Loggen

Es gibt wieder Kirchenwein!

Kirchwein

Kirchwein

Wir bieten wieder unseren guten Kirchenwein, Rotwein „Spätburgunder – trocken“ und Weißwein „Grauer Burgunder – trocken“, vom Weingut Manz in Weinolsheim zum Verkauf an.

Das Flaschenetikett ist speziell mit einem Bild unserer Laurentiuskirche versehen. Die Flaschen sind somit nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ein schönes Geschenk für Freunde, Verwandte oder an sich selbst. Eine Flasche (0,75l) kostet 7,50 Euro. Von dem Preis geht ein Teil in den Spendentopf zur Bauunterhaltung unserer Laurentiuskirche.

Sie können den Wein käuflich erwerben bei:
Rosemarie Müller (Kirchenvorsteherin)
Im Schecken 28
64342 Seeheim-Jugenheim
Telefon (0 62 57) 8 53 45
E-Mail rosi-mueller@gmx.de

 

Rosemarie Müller

Kerb‘ 2017

 

 

Luther und die Lutheriden

Lutherrose

Über Luther, seine Ehefrau Käthe und sein Familienleben gibt es unzählige Veröffentlichungen, gilt doch sein Haushalt als Prototyp und Vorbild des typischen evangelischen Pfarrhaushalts. Was ist aus seiner Familie geworden? Gibt es Nachfahren?

Oh ja, weltweit sollen es über 5.000 sein, die eine Verwandtschaft zum Reformator, seinem Bruder Jakob oder seinen Vorfahren nachweisen können. Etwa 200 von ihnen, die sich verwandtschaftlich und im christlichen Glauben Luther verbunden fühlen haben sich in der 1926 in Eisenach gegründeten „Lutheriden-Vereinigung e.V.“ organisiert.

Dieser Verein hat heute seinen Sitz in Zeitz/Sachsen-Anhalt, da dort relativ viele Nachkommen leben. Es gibt allerdings keine Namensträger mehr, denn in männlicher Linie war Johann Gottlob Luther (†1759) der Letzte.

Hans Hrausek

Leisniger Kastenordnung – Folge der Reformation

Luther und das älteste ev. Sozialpapier der Welt

Wo Kommunen oder Länder zur Reformation übergegangen waren, entstand ein rechtsfreier Raum, denn die kirchliche Jurisdiktion durch Bischof und Papst sowie das kanonische Recht lehnten die Reformierten ab. Durch die Einführung von evangelisch-reformierten Kirchenordnungen versuchte man, dem zu begegnen.

Das mitten in Sachsen (35 km nördlich Chemnitz, 40 km südöstlich Leipzig) gelegene Leisnig hatte früh die Reformation angenommen und trat daher 1522 an Luther heran, um seine Mitwirkung bei der Abfassung einer Kirchenordnung zu erbitten, die als „Leisniger Kastenordnung“ bekannt wurde und als Prototyp späterer, ähnlicher Kirchenordnungen gilt. Sie wurde zum Modell lutherischer Soziallehre in weiten Teilen des deutsch sprechenden Nordeuropas. Luther gefiel sie so gut, dass er sie in Wittenberg nachdrucken ließ als Beispiel.

Auf dem Titelblatt der zehn Pergamentblätter steht:  “Ordnung eines gemeinen Kastens. Ratschlag, wie die geistlichen Güter zu handeln sind. Martinus Luther MDXXIII.“ Der Name Kastenordnung rührt von dem Kasten her, in dem das aus Steuern und Abgaben vereinnahmte Geld verwahrt wurde, das für die öffentliche und kirchliche Verwaltung benötigt wurde. Gesichert war der Kasten mit vier Schlössern, zu denen die Vorsteher der vier Stände Schlüssel besaßen: Adlige, Ratsherrn, Bürger, Bauern. Im Einführungskapitel wird die Grundlage der Ordnung hervorgehoben: Alles beruht auf Gottes Wort. Und so prägt – ganz im Sinn Luthers, der das Vorwort verfasste – der Geist des Evangeliums diese Ordnung. Was in der Kastenordnung geregelt wurde ist im beigefügten Bild anschaulich dargestellt. Die Ausgaben zeigen eine starke soziale Prägung der Fürsorge. Im abschließenden Kapitel der Kastenordnung wird das geregelt, was heute den Begriff Transparenz trägt: Rechenschaftslegung in der jährlichen Versammlung.

In unseren Landeskirchen ist der Begriff ‚Kirchenordnung’ weitgehend durch ‚Kirchenverfassung’ abgelöst, in denen sich aber vielfach noch die in der Kastenordnung vorgedachte kirchliche Lebensführung wiederfindet.

Hans Hrausek

Vorstellung Pfarrerin Eva-Maria Loggen

Eva-Maria Loggen

Liebe Gemeindemitglieder!

Am 1. August 2017 werde ich meinen Dienst als Gemeindepfarrerin in Seeheim und Malchen beginnen. Nach 7 1/2 Jahren im Schuldienst, in denen ich als Schulpfarrerin und Schulseelsorgerin tätig war, kehre ich in die Kirchengemeinde zurück. Ende März hat mich der Kirchenvorstand Seeheim und Malchen zur Inhaberin der Pfarrstelle 1 gewählt. Am benachbarten Gymnasium des Schuldorfs habe ich eines der schönsten und interessantesten Fächer unterrichtet, die es an einer Schule geben kann, und dies tat ich bis zuletzt mit Freude und Begeisterung. Denn das „Fach Religion“ ist eines der klarsten, geheimnisvollsten, unbegreiflichsten, einleuchtendsten und aktuellsten Fächer zugleich. Natürlich gibt es Menschen, die nicht begreifen können, wie man daran Gefallen finden kann, denen die Tiefe und Weisheit des christlichen Glaubens bis zuletzt verborgen bleibt. So ist das eben! Damit kann und muss man leben. Ich habe jedenfalls in dieser Zeit, insbesondere auch in den vielen Gesprächen mit Kindern und Jugendlichen in der Schulseelsorge, wertvolle Eindrücke und Erfahrungen gesammelt und viel von ihnen gelernt. Ich freue mich sehr, Kindern und Jugendlichen aus dem Schuldorf in der Gemeinde wieder zu begegnen.

„Warum wollen Sie wieder in die Gemeinde?“  wurde ich vom Kirchenvorstand bei meiner Vorstellung gefragt. Letzten Endes waren es die an Schulen unseres Bildungssystems fortgesetzte Tendenz, ständig steigende Anforderungen in immer weniger Zeit unterzubringen, die fehlenden Orte und Zeiten der Ruhe, und nicht zuletzt Rationalisierungsmaßnahmen, die den Wunsch nach einer qualitativ anderen Zeit in mir aufkommen ließen. Die Schulen haben es heute – oder war das noch nie der Fall? – in keiner Hinsicht leicht. Doch das ist ein eigenes Thema. Für mich war es an der Zeit, zur Gemeindearbeit zurückzukehren, meine Zeit, Kraft, Erfahrungen und Zukunftswünsche wieder in das Leben einer Kirchengemeinde einzubringen. Ich wünsche mir für meine Familie, dass wir dort, wo wir nun bald leben werden, bei Ihnen in Seeheim und Malchen, uns zu Hause und willkommen fühlen können.

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Ein grünes „L“ weist den Weg zum Reformator

Wanderer und moderne Pilger können jetzt den Spuren von Martin Luther folgen. Der Lutherweg 1521 zwischen Worms und der Wartburg bei Eisenach ist Nach mehr als fünf Jahren Planung offiziell eröffnet worden.

Ein grünes geschwungenes „L“ weist Wanderern und Pilgern ab sofort auf über 400 Kilometern Strecke zwischen Worms und der Wartburg den Weg. Der Pfad gilt als eines der zentralen Projekte zum 500. Jahrestag der Reformation 2017 in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Rund 360 abwechslungsreiche Kilometer warten auf Pilger und Wanderer. Nach dem Start in Worms und ca. 45 km durch Rheinhessen, wechselt der Lutherweg 1521 nach Oppenheim bei Kornsand die Rheinseite. Er führt in Hessen über rd. 60 km durch das Ried zum Stadtgebiet von Frankfurt und ist so auch von Seeheim gut erreichbar. Durch die Wetterau führt der Weg entlang der nordwestlichen Ausläufer des Vogelsbergs durch Waldhessen und den Seulingswald an die Werra. Der Streckenverlauf des neuen Lutherwegs 1521 folgt in weiten Teilen der historischen Route, die Martin Luther (1483-1546) zu seinem Gespräch bei Kaiser Karl V. in Worms und seiner anschließenden Flucht auf die Wartburg bei Eisenach im Jahre 1521 zurücklegte. Damals musste der Reformator auf dem Reichstag in Worms erstmals öffentlich Rechenschaft über seine neuen Glaubensüberzeugungen ablegen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.lutherweg1521.de oder www.lutherweg.de

Dekanat/Hans Hrausek

Stabübergabe in der Diakoniestation Nördliche Bergstraße

v.l.n.r.: Ilse-Lore Spalt, Knut Beier, Barbara Rudolph, Horst Lehrian, Pfr. i. R. Gerhard Helbich. – Foto: Pfr. Hans-Peter Rabenau

Personalwechsel im Vorstand und dessen Vorsitz

Ende März legten Frau Ilse-Lore Spalt und Herr Knut Beier ihre Ämter im Vorstand der Diakoniestation Nördliche Bergstraße nieder, weil sie nun mehr Zeit für andere Dinge haben wollten und Jüngeren die Leitungsaufgaben in die Hände legen mochten. Frau Spalt gehörte dem Vorstand seit 2003 an, Herr Beier seit 2005. Den Vorstandsvorsitz übernahm Knut Beier im Dezember 2009. Seine betriebswirtschaflichen Kenntnisse waren in den zurückliegenden Jahren eine große Hilfe, um die Station gut durch manche schwierigen Zeiten zu führen.

Pfr. Rabenau, der Vorsitzende der Verbandsvertretung der Diakoniestation, dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern herzlich für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement. Der Verbandsvertretung gehören die sechs Trägergemeinden der Station an: die Evang. Kirchengemeinden Alsbach, Bickenbach, Hähnlein, Jugenheim, Ober-Beerbach und Seeheim-Malchen.

Als neues Mitglied für den Vorstand konnte der Ruhestandspfarrer Gerhard Helbich aus Alsbach gewonnen werden. Als neuen Vorsitzenden wählte die Verbandsvertretung Herrn Horst Lehrian aus Ober-Beerbach. Frau Barbara Rudolph, ebenfalls aus Ober-Beerbach, die wie Herr Lehrian dem Vorstand bereits angehörte, wird dort auch in Zukunft weiter mitarbeiten.

Pfr. Hans-Peter Rabenau

Neubürgerempfang

Neubürgerempfang 2017

Sandra Leveringhaus und Petra Roßmann vom Kirchenvorstand machten beim Neubürgerempfang der Gemeinde Seeheim-Jugenheim charmante Werbung für die Gemeindegruppen der Kirchengemeinde. Sie benutzten dabei die Zusammenstellung aus dem „Laurentius“, ergänzt um illustrierende Fotos aus den Treffen der zahlreichen Gruppen.