Author Archives: J. Krämer

Spendendank Kindergarten Sansibar

Motiviert durch die vielen positiven Erfahrungen im Bereich Schulbildung und Förderung von benachteiligten Kindern und Waisen in Tansania startete die Herrnhuter Missionshilfe (HMH) im Jahr 2015 gemeinsam mit der Moravian Church Sansibar ihr Schulprojekt in Mwera/Sansibar und gründete die „Herrnhuter Academy School“. Sie verfolgt das Ziel, benachteiligten Kindern einen Zugang zu Bildung und Selbstgestaltung der eigenen Zukunft zu ermöglichen. Anfangs wurden 36 Kinder von zwei Erzieherinnen betreut und unterrichtet. Vier Jahre später, im Jahr 2019, konnte eine neue Grundschule (Stand 2021: 150 Kinder) und ein neuer Kindergarten (Stand 2021: 112 Kinder) eröffnet werden. In der Zwischenzeit ist die Schule auf über 530 Kinder gewachsen, und allein im Kindergarten sind im Moment über 170 Kinder. Einige Klassen haben keine Möbel und die Kinder sitzen auf Bastmatten. Mit Hilfe der Spenden aus Seeheim-Malchen konnten nun acht Tische und 40 Stühle gekauft werden. Die Freude bei den Kindern und Lehrkräften ist groß.
Die Moravian Church hat in der Gegend einen sehr guten Ruf, und die Schule ist sehr anerkannt und gefragt bei den Familien der Umgebung. Einige der Lehrkräfte sind Muslime, andere sind Christen. Auch die Kinder gehören verschiedenen Konfessionen an, doch sie spielen und lernen in Frieden und Harmonie zusammen. So ist die Förderung der interkulturellinterreligiös sensiblen Bildung und des Zusammenlebens von Christen und Muslimen ein wichtiger Ba stein der Academy School.
Ganz herzlichen Dank für Ihre großartige Unterstützung,

Bettina Nasgowitz
für das HMH Team

Das Jahr 2023 auf unserer Streuobstwiese

Im Januar und Februar wurden durch den NABU Obstbaumschnittkurs der Winterschnitt an den Apfelbäumen, sowie der Pflanzschnitt an den im Herbst 2022 neu gepflanzten Bäumen durchgeführt. Nachdem die Jungbäume durch einen Drahtschutz gesichert wurden, konnte die Wiese für die Beweidung durch Schafe freigegeben werden. Kirsch- und Zwetschenbäume blühten spärlich, die Apfelbäume hatten eine schöne Blüte.
Hitze und Trockenheit ab Ende Mai bis Mitte Juli haben die Bäume dank regelmäßiger Bewässerung gut überstanden, kein Baum ist ausgefallen. Dafür danken wir der Firma Sturmspalter, die uns für die Bewässerung einen mobilen 1000l Tank zur Verfügung stellte und mit diesem das Gießwasser aus der Zisterne des Pfarrer-Reith-Hauses zur Obstwiese fuhr.
Im August hatte der „grüne Hahn“ einen Sommerschnitt an Apfel- und Zwetschenbäumen durchgeführt. Kirschen und Zwetschen brachten keinen Ertrag. Die Menge und Qualität der Äpfel war sortenabhängig unterschiedlich. Der verwertbare Teil wurde beim Erntedankgottesdienst von den Kindergottesdienst Kindern vor dem Altar der Laurentiuskirche aufgebaut und im Anschluss verschenkt. Zum Ende des Jahres ist die Bepflanzung um je eine Esskastanie, Eberesche und Birne ergänzt worden. Die Pflanzung eines weiteren Apfelbaums erfolgt im Zuge des aktuellen Schnittkurses. Auch für Ende 2024 ist eine weitere Ergänzung des Baumbestandes angedacht.

Thomas Reinhardt

EKHN 2030 – Kennenlern-Treffen der Neuen Nachbarschaft in Malchen

In der Bürgerhalle von Malchen trafen sich am Abend des 24. November haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirchengemeinden Bickenbach, Jugenheim, Ober-Beerbach und Seeheim-Malchen. Die vier Gemeinden werden im Zuge des Prozesses „EKHN 2030“ eine Nachbarschaft bilden, um die Kirche zukunftsfest zu machen. Die Antwort auf sinkende Mitgliederzahlen ist bessere Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn.
So trafen sich Hauptamtliche (Pfarrer, Pfarrsekretärinnen, Küster, Musiker) und Ehrenamtliche (Kirchenvorstand, Verantwortliche von Gruppen und Kreisen) in der Bürgerhalle Malchen zu einem Kennenlernen. Wobei die Teilnehmer oft auf bekannte Gesichter trafen, denn auch schon bisher gibt es ja Zusammenarbeit auf vielen Gebieten. Diese soll aber nun auf ein neues Niveau gehoben werden.
Ganz entspannt war zunächst eine Stunde Zeit um anzukommen, bei Käsebrot und Heißgetränk (Punsch, Glühwein) Bekannte zu begrüßen und mit weniger gut Bekannten in ein erstes Gespräch zu kommen. Danach ging es an die Arbeit, die mit einer Andacht von Pfarrer Kahlert begann: Unsere Situation in der entstehenden Nachbarschaft ist ähnlich der des Volkes Israel, das 40 Jahre durch die Wüste zu wandern hatte. Auch EKHN 2030 wird manche Problemstellen haben. Was ist wichtig, wie schaffte es das Volk Israel dennoch? Weil Mose immer wieder mit Gott redete. Und der gab ihm einen guten Rat: Nicht alles alleine machen wollen! Suche Dir Leute, die Dir helfen.
Als nächstes ging es darum, die Wahrnehmung zu schärfen: Den Raum wahrnehmen – was ist das für ein Raum, was befindet sich darin, die anderen Menschen wahrnehmen, in dem man Blickkontakt aufnimmt, einander grüßt. Mit so auf Maximum aufgedrehten Sinnen machten sich gemischte Arbeitsgruppen aus allen Gemeinden daran, das, was es in den einzelnen Gemeinden gibt, vorzustellen und sich über Chancen und Ideen auszutauschen.
Die Themenkreise „Jugend- und Konfirmandenarbeit“, „Öffentlichkeitsarbeit / Gemeindebriefe / Offene Kirche“, „Musik und Kultur“, „Senioren / Frauen / Besuchsdienst“, „Diakonie / Flüchtlingsarbeit / Helferkreis“, „Verwaltung / Hausmanagement“, „Naturschutz / Umweltschutz / Ökologie“ und „Gesellschaftliche Themen“ wie Eine Welt Laden, überkonfessionelle Gottesdienste wurden näher betrachtet.
An vielen Stellen gibt es bereits jetzt etliche Berührungspunkte und Kontaktflächen. Diese werden ausgebaut, und es gibt noch etliche Ideen, die nun „nur“ noch umgesetzt werden müssen. Nach dem Segen von Pfarrer Sames gab es hinterher noch Gelegenheit sich weiter auszutauschen – und die übrig gebliebenen Speisen und Getränke vor dem „Schlechtwerden“ zu bewahren.

Bernd Bickelhaupt
Ober-Beerbach

Aktion 5000-Brote – Unsere Konfis machen mit

Mit freundlicher Unterstützung der Bäckerei Schwind beteiligten sich im November die Konfis aus unserer Kirchengemeinde wieder an der Aktion „5000 Brote“. Pauline Ramge und Marie Kruza schildern ihre Impressionen von dem Ereignis.

Am Samstag, den 11. November waren wir mit der Konfi-Gruppe beim Bäcker Schwind. Dort haben uns die Bäcker gezeigt, wie man Brote backt. Als Erstes haben wir den Teig gemacht. Dieser bestand aus Sauerteig, den die Bäcker in der Nacht von Freitag auf Samstag vorbereitet hatten, verschiedenen Mehlsorten, Salz, Haferflockengemisch und Wasser. Für das Wasser mussten wir die optimale Temperatur ausrechnen. Dazu haben wir uns ein Erklärvideo angeguckt. Anschließend haben wir alle Zutaten vermischt. In dieser Zeit haben wir Verzierungen aus totem Teig angefertigt. Als der Teig fertig war, haben wir uns in Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe hat den Teig abgewogen, die zweite Gruppe hat den abgewogenen Teig geknetet und in Form gebracht und die dritte Gruppe hat den Teig in Gärkörbe gelegt. Als alle fertig waren, haben wir die Brote in ein Regal gelegt, wo wir auf die Brote Mehl streuten. Von dem Regal aus wurden die Brote dann in den Ofen geschoben. Unser großes Konfibrot, welches am Gottesdienst auf dem Altar stand, haben wir dann mit Wasser besprüht, damit wir die Verzierung aus dem toten Teig draufkleben konnten. Als die Brote gebacken wurden, durften wir jeder etwas Gebäck vom Vortag mitnehmen und essen. Wir waren alle sehr begeistert von dem Tag in der Bäckerei.

Pauline Ramge

Julia Schwind und ihr Vater aus der Backstube Schwind waren sehr freundlich und haben sich bei allem Zeit gelassen. Wenn wir Fragen hatten, haben sie sie uns ausführlich beantwortet, und wir durften von allem etwas probieren, z.B. durften wir von den Zutaten, aber auch von den Schokostiften für die Croissants naschen. Anschließend durften wir in den Kühlraum im Keller gehen und uns dort die Brötchen für den nächsten Tag anschauen. Nach einer kurzen Pause ging es dann wieder ans Arbeiten und wir haben Brezeln mit Lauge übergossen. Uns wurde viel dazu erklärt und geholfen. Nach dem Übergießen haben wir sie noch mit Käse oder Sesam bestreut und durften sie, nachdem sie im Ofen waren, auch essen und uns welche mitnehmen. Das war schön, da wir auch unseren Eltern etwas zum Probieren mitbringen konnten. Allgemein war dieser Tag sehr schön und wir haben vieles mitgenommen.

Marie Kruza

Stimmgewaltiges Gloria als Abschied von Julia Klöpfer

Es war ein wahrlich festliches Konzert am 3. Advent in der dicht besetzten Laurentiuskirche, das Dekanatskantorin Julia Klöpfer mit dem Kirchenchor, acht Instrumentalisten bzw. Organisten und vor allem zwei Gesangssolistinnen zur Aufführung brachte. Mit Telemanns Kantate „Nun kommt der Heiden Heiland“ wurde das Konzert eröffnet. Dreimal hatten die Besucher Gelegenheit, in gemeinsame Lieder einzustimmen und die Kirche zum Klangerlebnis zu machen. Nach einer Orgelimprovisation schließlich der Höhepunkt: Das „Gloria in D“ von Antonio Vivaldi geprägt durch Soloarien von Paulina Mackenthun (Mezzosopran) und Cosima Viellehner-Logiewa (Sopran). Im Dezember-Laurentius ist das Konzert so prägnant beschrieben, dass es hier nicht wiederholt werden soll. Langanhaltender Beifall belohnte die Mitwirkenden und Julia Klöpfer.
Dann jedoch erinnerte die stellvertretende Dekanin Silke Bienhaus in warmherzigen, dankbaren Worten daran, dass Julia Klöpfer nach nur einem Jahr ihre überaus erfolgreiche Tätigkeit im Dekanat leider beenden werde, um ihr Talent zur Begeisterung von Kindern für Musik und ihr breites Engagement im staatlichen Schuldienst einzubringen. Entsprechend ihrem hohen Verantwortungsbewusstsein hatte sie den Entschluss bereits im Sommer kommuniziert, um eine frühe Nachfolgesuche zu ermöglichen. Auch jetzt noch hat sie bis zum Dienstantritt der Nachfolgerin für Überbrückungsvertretungen gesorgt, als da sind: Kirchenchor, Gospelchor „Zwischentöne“, inzwischen drei (!) Kinderchöre (Spatzen, Lerchen und Kinderkantorei) sowie das Projekt „Baby – Kirchen – Lieder“ in Zwingenberg. Mit großem Bedauern bedankte sich auch Erwin Rieke seitens Kirchenvorstand und Gemeinde für die erfolgreiche Arbeit in diesen nur 14 Monaten und überreichte eine neue Handpuppe mit Namen „Fritzi, die Orgelmaus“ für künftig ebenso erfolgreiche Arbeit im Schuldienst. Julia Klöpfer habe mit der ganzen Gemeinde Musik gemacht, damit das ‚Soli Deo Gloria‘ nie verklinge. Dekanin Silke Bienhaus entpflichtete schließlich Julia Klöpfer offiziell von ihrem Amt und erteilte ihr wie auch der Gemeinde den Segen Gottes.

Hans Hrausek

Ein „Band des Friedens“ als Hoffnungszeichen

„… durch das Band des Friedens“ – so ist der Gottesdienst zum Weltgebetstag (WGT) 2024 aus Palästina überschrieben. Dieser Titel greift den zentralen biblischen Text des diesjährigen WGT aus dem Brief an die Gemeinde in Ephesus auf: „Der Frieden ist das Band, das euch alle zusammenhält.“ (Epheser 4,3) Daran wollen wir uns in diesem Gottesdienst gemeinsam erinnern.
Rund um den Globus beten am ersten Freitag im März 2024 Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche in den WGTGottesdiensten sehnsuchts- und hoffnungsvoll darum, dass Frieden weltweit und auch in Palästina keine Utopie bleibt, sondern Wirklichkeit wird und in ihrem Alltag Einzug hält. In unserem gemeinsamen Gebet hoffen wir darauf, dass von allen Seiten das Menschenmögliche für die Erreichung des Friedens getan wird – auch wenn es angesichts der aktuellen politischen Lage schwerfällt.
Die biblischen Texte der Gottesdienstordnung, besonders Psalm 85 und Epheser 4,1–7, können in der aktuellen Situation tragen. Mit ihnen kann für Gerechtigkeit, Frieden und die weltweite Einhaltung der Menschenrechte gebetet werden. Die Geschichten der drei Frauen in der Gottesdienstordnung geben einen Einblick in Leben, Leiden und Hoffnungen in Palästina. Sie sind Hoffnungskeime, die deutlich machen, wie Menschen aus ihrem Glauben heraus Kraft gewinnen, sich für Frieden zu engagieren. Ihre Erzählungen sind eingebettet in Lieder und Texte, die den Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit und vor allem die Hoffnung darauf ausdrücken.
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Dank für Spenden

Wir bedanken uns ganz herzlich für die im Jahr 2023 eingegangenen Spenden für „Brot für die Welt“ (4.180,55 EUR), für die Diakonie (330 EUR) und für die Aktion der Konfirmanden „5000 Brote für Brot für die Welt“ (445 EUR).

Der Kirchenvorstand

Sprechende Laurentiuskirche und Grabsteine

In ihren fast 800 Jahren hat die Laurentiuskirche Kriege, Pest-Epidemien, bitterste Not und Zerstörung überstanden und war trotzdem immer ein Ort der Zuflucht, der Hoffnung und des Lebens. Diese tiefgreifenden Ereignisse haben ihre Spuren an und in der Kirche hinterlassen und sie zu dem gemacht, was sie bis heute für uns ist: eine feste Orientierung, ein Ort der Besinnung und der Gemeinschaft. Mit dem Projekt Sprechende Laurentiuskirche und Grabsteine wollen wir die heute noch sichtbaren Spuren dieser langen Geschichte und die Menschen, die daran beteiligt waren, würdigen.

Die notwendigen Übersichtspläne mit den QR-Codes sind am Eingang der Laurentiuskirche und neben den Epitaphen angerbacht. Somit haben Sie die Möglichkeit vor Ort durch das Einscannen der QR-Codes interessante geschichtliche Informationen zu sehen und zu hören.

Für alle Besucher unserer Homepage, stellen wir die Inhalte über einen interaktiven Plan zur Verfügung der hier zu finden ist.

Erster Preis für Seeheimer Café International

„Teilhabe“ war Thema des diesjährigen Wettbewerbs „Du bist ein Segen!“ des Dekanats Bergstraße, dessen Preisverleihung im Rahmen der Dekanatssynode am 13. Oktober stattfand. Unsere Kirchengemeinde hat mit dem Projekt Café International den ersten Preis gewonnen. Die Preisjury lobte das große ehrenamtliche Engagement, das Geflüchteten sowie gastgebenden Familien zweiwöchentlich Raum gibt, sich in geschützter Atmosphäre im Pfarrer-Reith-Haus auszutauschen, und Hilfestellungen gibt, etwa durch Beratung zu Amtsschreiben. Auch Vertreterinnen der katholischen Gemeinde und der Kommune unterstützen das Projekt tatkräftig, zudem bringen sich viele Geflüchtete selbst aktiv ein.
Den zweiten Preis gewann unsere Nachbargemeinde Jugenheim in Kooperation mit der Kommune für die Veranstaltung „Einheitssuppe – die Welt im Löffel“ zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober. Rund 300 Besuchende freuten sich bei strahlendem Sonnenschein und Musik im Park am Gemeindehaus über verschiedene Suppen aus unterschiedlichen Ländern. Über die verschiedenen Suppen die Vielfalt abzubilden, die hinter unserer Einheit steht, das war die Idee der „Einheitssuppe“.
Wir gratulieren herzlich den Gewinnerinnen und Gewinnern, d. h. den vielen Menschen, die mit ihren kreativen Ideen und Engagement diese beiden Projekte ermöglichen.

Der Kirchenvorstand