Category Archives: Umweltgruppe Grüner Hahn

„Earth Day“ am 22. April

Earth Day 2021

Der Earth Day entstand bereits 1970 als spontane Studentenbewegung in den USA. Es sollte damals dem Washingtoner Establishment und der Öffentlichkeit demonstriert werden, dass es in Nordamerika eine Umweltbewegung gab und dass die Natur jetzt über eine starke Lobby verfügen wird. Seitdem ist der 22. April der weltweit begangene Earth Day, den es mittlerweile in mehr als 150 Ländern gibt. Ziel dieser Kampagne ist es, Menschen in ein kreatives Umweltprojekt einzubinden. Bis heute blieben die Earth Days stets neutral, geben Hilfestellung, vernetzen, schaffen Medienpräsenz für die vielen Umweltinitiativen vor Ort.
Das gemeinnützige Deutsche Komitee e.V. von Earth Day International, das bereits 1994 gegründet wurde, engagiert sich aktiv für Umweltbildung. Zudem schafft es Präsenz für die vielfältigen Umweltinitiativen, bündelt die Aktivitäten und treibt Umwelt-Bildung und Umwelt-Engagement programmatisch voran. Nach dem “Earth Day – Grass Roots Prinzip” kann jeder mitmachen, sich engagieren. Vor allem junge Menschen sollen durch Bildung “umweltfit” werden. In diesem Jahr steht der Earth Day in Deutschland unter dem Motto:

Jeder Bissen zählt
Schütze, was du isst – schütze unsere Erde
Lebe bewusst und nachhaltig
Bio, Regional, Fair

Wie können wir durch unsere Ernährungsweise die Erde schützen?
Was wir essen und wie wir es zubereiten, hat nicht nur einen bedeutenden Einfluss auf unsere Gesundheit, sondern auch auf das Klima. Nachhaltiger Konsum wird oft mit Verzicht in Verbindung gebracht. Doch eigentlich hat nachhaltiger Konsum nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit einer Umstellung auf eine ressourcenschonendere Lebensweise.

  • Vielleicht regt uns das diesjährige Motto des Earth Day dazu an, eher regional beim Hofladen, auf dem Wochenmarkt oder beim „Eine Welt Stand“ einzukaufen.
  • Vielleicht informieren wir uns mehr über die Herkunft und die Produktion der Lebensmittel, die wir konsumieren, dass diese letztlich nicht von durch Pestizide geschädigten Böden stammen.
  • Vielleicht denken wir einfach einmal darüber nach, ob wir jeden Tag Fleisch essen müssen, was bekanntermaßen für einen größeren ökologischen Fußabdruck sorgt.
  • Vielleicht kreieren wir aus den vorhandenen Essensresten im Kühlschrank ein leckeres neues Essen, anstatt die Reste achtlos wegzuwerfen.

Sicher gibt es noch viele weitere kreative Ideen, wie wir uns bewusst, nachhaltig, regional und fair ernähren können, ohne auf Genuss zu verzichten.
Weitere Anregungen kann man auf der Internetseite www.earthday.de finden.

Heidi Kraft

Der Grüne Hahn freut sich auf Ihr Mitwirken!

Das Ziel einer Kirchengemeinde, in der umwelt- freundliches und nachhaltiges Handeln alltäglich gelebt wird…

  • wo man bewusst mit Energie, Wasser und anderen Ressourcen umgeht,
  • wo Pflanzen und Tiere ihren Platz finden,
  • wo die Kirchenmitglieder gern zu Fuß oder
    mit dem Fahrrad zum Gottesdienst kommen,
  • wo beim Einkauf auf nachhaltige und fair produzierte Lebensmittel und Waren geachtet wird,
  • … kann Schritt für Schritt in Erfüllung gehen

Das Umweltmanagementsystem „Der Grüne Hahn“ hilft dabei, das Ziel „Weniger ist mehr“ zu erreichen: z.B.

  • weniger Feinstaub,
  • weniger Müll,
  • weniger betonierte Flächen,
  • weniger Zerstörung der Artenvielfalt

Dabei werden alle Bereiche unserer Gemeinde auf ihre Umweltrelevanz hin überprüft und bewertet.
Um diesem Traum vom umweltfreundlichen und nachhaltigen Handeln näherzukommen und um letztlich auch die Umweltzertifizierung zu erreichen, haben wir uns vor gut 1 1⁄2 Jahren zusammen gefunden und es wurden auch schon die ersten Zwischenziele erreicht, über die mehrfach im Laurentius oder auf der Homepage berichtet wurde. Wir würden uns freuen, wenn weitere umweltinteressierte Menschen zu unserer Gruppe hinzukämen, um uns bei dem Projekt der Zertifizierung zum „Grünen Hahn“ zu unterstützen. Jedes Mitglied kann sich im Rahmen der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten einbringen. Und ganz nebenbei profitiert man auch selbst aus dem Projekt für sein eigenes Umfeld oder kann das ein oder andere weitergeben.
Interessierte Gemeindemitglieder, die an unserem Projekt tatkräftig und ideenreich teilnehmen möchten, laden wir herzlich zum Mitmachen ein.

Bitte melden Sie sich bei Hans Jürgen Eberle (Umweltbeauftragter der Kirchengemeinde), Telefon (06257) 998333.

Hans Jürgen Eberle

Und wieder kräht der Grüne Hahn

Die Umweltgruppe „Grüner Hahn“ unserer Gemeinde versammelt sich regelmäßig zu Arbeitstreffen, und so kam sie auch Anfang September zu ihrer fünften Sitzung zusammen. Am Beginn stand ein Rückblick auf den Kerb-Gottesdienst am 16. August, der auf der kircheneigenen Streuobstwiese zwischen Malchen und Seeheim stattfand. Er wurde von Pfarrerin Eva-Maria Loggen in Zusammenarbeit mit der „Grüner Hahn“-Gruppe gestaltet und war dem Thema „Fürsorge zur Bewahrung der Schöpfung“ gewidmet. Die vielen positiven Rückmeldungen zeigten, dass dieser Freilandgottesdienst als nachhaltiges Erlebnis wahrgenommen wurde.

Die Verleihung des ökologischen Zertifikats „Grüner Hahn“ an eine Kirchengemeinde setzt umfangreiche Kleinarbeit voraus. Diese zu bewältigen ist die derzeitige Hauptaufgabe der Arbeitsgruppe. So gilt es, durch regelmäßige Zählerablesung in den kirchlichen Gebäuden deren Energieverbrauch zu überwachen. Es wurde besprochen, auf welche Weise die Mitarbeiter der Kirchengemeinde in die Anliegen des „Grünen Hahns“ einbezogen und für sie sensibilisiert werden könnten, vor allem im Hinblick auf Energieumsatz, Abfallbeseitigung, Wasserverbrauch, Beschaffungswesen und dienstliche Mobilität.

Ein weiteres Thema des Arbeitstreffens betraf die gemeindeeigenen Grundstücke. Es müssen die einschlägigen Pachtverträge überprüft werden, um die Art der Nutzung und Bewirtschaftung unter dem Blickwinkel der ökologischen Verträglichkeit zu bewerten. Dabei sind die von der EKD formulierten Richtlinien maßgebend. So dürfen auf kirchlichen Grundstücken z.B. weder Pestizide oder Herbizide noch Nitrat-Dünger eingesetzt werden. Das Zertifikat „Grüner Hahn“ erfordert zudem, dass die Kirchengemeinde Umweltleitlinien formuliert. Diese anspruchsvolle Aufgabe wird durch Modelle aus anderen Landeskirchen erleichtert. Sie können größtenteils übernommen werden.

Soweit der Bericht über die fünfte Sitzung der Arbeitsgruppe. Der Grüne Hahn wird nach wie vor krähen, um so auf die Anliegen und Aktivitäten der Arbeitsgruppe aufmerksam zu machen und in der Gemeinde den Blick für ökologisch verantwortlichen Umgang mit der Natur zu schärfen. Es wäre schön, wenn er auf möglichst breiter Basis Gehör fände.

Dr. Manfred Kluge

Grüner Hahn – Gottesdienst im Pfarrfeld am Blütenhang

Die evangelische Gemeinde Seeheim-Malchen hat zum Gottesdienst unter freiem Himmel eingeladen – dieses Mal in das Pfarrfeld der Kirchengemeinde, eine Streuobstwiese am Blütenhang zwischen Seeheim und Malchen.

Das Pfarrfeld – Übernahme von Verantwortung für eine Kulturlandschaft
In einem Redebeitrag wurde auf die Geschichte des Pfarrfeldes eingegangen: Auf dem Gelände wurde 1987 zwanzig Obstbäume gepflanzt als Ausgleichsmaßnahme für den Neubau des Gemeindehauses, des Pfarrer-Reith-Hauses in Seeheim. Die Pflanzungen wurden äußerst sorgfältig durchgeführt. Herr Schneider aus Seeheim, der damals Mitglied im Kirchenvorstand und auch im Kreisvorstand des NABU war, versorgte, bewässerte und pflegte diese Bäume mit großer Fachkenntnis zusammen mit anderen Ehrenamtlichen. Deshalb sind viele von den Bäumen auch gut gediehen, vor allem die Kirschbäume, die mit dem mageren Bodenverhältnissen gut klarkommen.

Naturschutz und Artenvielfalt werden gefördert im Pfarrfeld
Im Pfarrfeld werden unter Leitung von Achim und Jan vom NABU Seeheim drei Vogelnisthilfen aufgehängt: Spezialkästen für die Baumeise und den Gartenrotschwanz und ein Meisenkasten. Dazu kommen noch zwei Steinkauzkästen. 60 bis 70 Menschen nahmen unter Leitung von Pfarrerin Eva-Maria Loggen teil am Gottesdienst. Die Mitglieder der Umweltgruppe Grüner Hahn beim Gemeindevorstand Heidi Kraft, Clemens Fricke, Thomas Reinhardt und Jürgen Eberle betonten in ihren Beiträgen die gemeinsame Verantwortung für den Erhalt der Schöpfung. Sie verstehen ihren Auftrag als Fürsorge für die Schöpfung und fragen nach, was konkret getan werden kann zum Schutz von Klima und Umwelt. Das Maskottchen der Umweltgruppe – der Grüne Hahn – ist wie immer dabei.

Der Grüne Hahn
Im Fokus des Grünen Hahns – einer kirchlichen Form von aktivem Umweltmanagement mit eigener Zertifizierung – steht die Implementierung von Nachhaltigkeit im Gemeindeleben in den Bereichen Energie, Wasser, Einkauf, Abfall, Mobilität und Biodiversität.

Abschlussworte von Pfarrerin Eva-Maria Loggen
Die Erde gehört uns nicht. Aber wir gehören zu ihr. Alles ist miteinander verbunden und soll miteinander leben.
Wir weben nicht selbst das Netz des Lebens, wir sind nur ein einziger Faden darin, aber ein wichtiger.
Wir danken für das Geschenk der Schöpfung, in Jesus Christus ist alles vereint. Amen.

Tino Westphal

Zum Weitersagen – Stromsparcheck

In Haushalten mit geringem Einkommen – Bezieher von ALG II (Hartz IV, inkl. Aufstockung), Grundsicherung, Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschlag, niedriger Rente und Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze – gehören ein alter Kühlschrank oder eine überdimensionierte Gefriertruhe häufig zu den größten „Stromfressern“. Hohe Nachzahlung und Energieschulden sind oft die Folge.
Im Rahmen des bundesweiten Projekts „Stromspar-Check“ können diese Haushalte einen 100 Euro-Gutschein für den Kauf eines energieeffizienten A+++-Kühlgerätes erhalten, wenn das neue Gerät mehr als 200 KWh pro Jahr einspart und das mindestens zehn Jahre alte Gerät fachgerecht entsorgt wird.So gehen die Mitarbeiter des Stromspar-Checks vor:

  • Sie beraten persönlich im Haushalt.
  • Sie analysieren den Stromverbrauch.
  • Sie erstellen eine individuelle Energieplanung.
  • Sie stellen bei Bedarf gratis Energie- und Wasserspar-Artikel im Wert bis zu 70 Euro zur Verfügung.

Kontakt:
Initiative Arbeit im Bistum Mainz e.V. – Stromspar-Check
Donaustraße 19
64347 Griesheim
Telefon (069) 2475158-41

Hans Jürgen Eberle

Aktuelle Informationen zum Grünen Hahn

Die evangelische Kirchengemeinde Seeheim-Malchen hat sich für aktiven Klimaschutz mit dem Zertifizierungsprozess „Grüner Hahn“ entschieden. Mit großen Schritten geht es jetzt an die praktische Umsetzung. Alle Fäden laufen in Zukunft bei Herrn Hans Jürgen Eberle zusammen, den der Kirchenvorstand zum Umweltbeauftragten der Gemeinde Seeheim-Malchen gewählt hat.

Energieverbrauch unter Beobachtung

Unter kundiger Leitung des ehemaligen KV-Mitglieds Andreas Daum erfassten er und das Umwelt-Team mit Pfarrerin Eva-Maria Loggen und Heidi Kraft im September sämtliche Strom-, Öl- und Wasser-Zähler in den vielen Gebäuden der Kirchengemeinde. Zur Bestandsaufnahme wird der Verbrauch in allen Gebäuden seit Ende Oktober für 1 Jahr erfasst und danach eine Strategie erarbeitet, wie weniger verbraucht werden kann.

Auch das Anbringen von Nistkästen wurde geplant. Im nächsten Frühjahr werden an der Wand des kleinen Gärtchens hinter dem Alten Pfarrhaus Nistkästen angebracht für Specht und Fledermäuse.

Sabine Allmenröder