Danke für die Musik!

Als Kirchenvorstand unserer Gemeinde möchten wir uns herzlich bedanken bei allen, die seit März, also seit dem Beginn der pandemiebedingten Ausnahmezeit, in unseren Gottesdiensten als Sängerinnen und Sänger ehrenamtlich mitwirken. Das sind zum einen viele Mitglieder des Kirchenchores, die sich freiwillig für den Gesang zur Verfügung stellen, zum anderen aber wirkten auch bei den Konfirmationen am 6.9. und am 27.9. beteiligte Eltern mit und brachten sich musikalisch ein. Da für die Gemeinde Singen leider immer noch nicht erlaubt war und ist, genießen wir die Lieder, die das jeweilige Ensemble vorträgt, umso mehr. Vielen Dank auch an Frau Huth für die musikalische Leitung, für die Beratung bei der Auswahl der Lieder, und an unsere Kirchenband Kraftstoff, die uns mit frischer Kraft immer wieder schwungvoll begleitet.

Pfarrerin E.M.Loggen und Pfarrer C. Sames für den Ev. Kirchenvorstand

Leere Kassen trotz Kollektenbons

Foto: Gemeindebrief.de – Lotz

Die Einführung der Kollektenbons, die man im Pfarramt erwerben kann, hat anfangs positive Ergebnisse gezeigt. Ein Grund dafür mag in der steuerlichen Absetzbarkeit der Kollekten für diakonische Zwecke und für die eigene Gemeinde liegen. Da mit der Corona-Pandemie die Weitergabe des Klingelbeutels durch die Bankreihen nicht mehr erlaubt war, werden nur noch die Pflichtkollekten bzw. die freien Kollekten nach dem Gottesdienst am Ausgang eingesammelt. Seit sechs Monaten fehlen also Kollek- ten in Summe von drei- bis viertausend Euro für die Aufgaben in der eigenen Gemeinde. Diese Aufgaben sind sehr vielfältig und können nicht vollständig aus dem Haushalt finanziert werden. Defizite wurden bisher aus der Kollektenkasse ausgeglichen. Zu den defizitären Aktivitäten und Planungen gehören:

  • Der Gemeindebrief „LAURENTIUS“
  • Die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Konfirmandenarbeit
  • Verbesserung der Raumakustik des großen Saals im Pfarrer-Reith-Haus
  • Schönheitsreparaturen Laurentiuskirche: die Außenrenovierung der Kirche und die Renovierung der Buntglasfenster rückt nur langsam in der Prioritätenliste der EKHN hoch. Mit Ihren Spenden sind aber die dringendsten Verbesserungen zu finanzieren.

Wenn Sie uns bei diesen Aufgaben der Gemeinde unterstützen wollen, können Sie Ihren Beitrag auf unser Konto überweisen. Wir danken Ihnen schon jetzt für Ihre Unterstützung. Eine Spendenbescheinigung bekommen Sie gleich nach Eingang der Überweisung.

Evangelische Kirchengemeinde Seeheim-Malchen
Volksbank Darmstadt-Südhessen

IBAN: DE39 5089 0000 0037 1790 19

Erwin Rieke

Kirche Morgen

Unter dem Motto „Kirche auf gutem Grund“ wurden von einem Team der EKD (evangelische Kirche in Deutschland) elf Leitsätze als Basis für eine Diskussion und Entscheidungsfindung für die Weiterentwicklung der evangelischen Kirche formuliert. Die Synode der EKD im November wird dann die endgültige Entscheidung über das Papier treffen.

Zur Einleitung heißt es „Die Kirche der Zukunft bleibt Gottes Kirche; sie wird in Deutschland aber eine Kirche mit weniger Mitgliedern und weniger Ressourcen sein. […] Christlicher Glau- be hat für viele Menschen an Plausibilität und Relevanz verloren. […] Daher ist die Frage nach der Zukunftsperspektive eine geistliche. Es geht um mehr als um Sparmaßnahmen, Rückbau und effizientere Strukturen. Dass Ressourcen abnehmen, bedeutet umgekehrt nicht, dass Chancen und Möglichkeiten für Kirche weniger werden. […]. Die Coronapandemie wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern: Auch für die Kirche wird die Rückkehr zum Zustand vor der Krise ebenso wenig möglich sein wie der dauerhafte Rückzug in den privaten Bereich oder die ersatzlose Verschiebung öffentlichen Lebens in den virtuellen Raum. Andererseits hat die Coronakrise vor Augen geführt, wieviel kreatives Potential die evangelische Kirche kurzfristig aufbringen kann […]. Es braucht Mut, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu erproben. Und es bedarf der Zuversicht und des Vertrauens auf Gottes Verheißungen. […]. Eine kleinere Kirche wird daher öffentlich wirksam bleiben […] Sowenig Kirche in der Gesellschaft aufgeht, sowenig kann sie sich von ihr abschotten. Deswegen scheidet ein Kirchenverständnis aus, das Kirche lediglich als (weiteres) Angebot neben vielen in einer pluralistischen Gesellschaft beschreibt und alle konstitutiven Differenzen zur Gesellschaft einebnet. Ebenso wenig kann nach evangelischer Auffassung ein Kirchenverständnis maßgeblich sein, das Kirche als einen Sonderraum des Heiligen definiert und die Gesellschaft sich selbst überlässt. […] Bei der Klärung kirchlicher Zukunftsprozesse leitet uns darum die Frage, was der Kommunikation des Evangeliums nach innen und außen unter den sich verändernden Bedingungen der Gegenwart dient und was nicht.“

Wir möchten über die elf Leitsätze zu den Themen Öffentlichkeit, Frömmigkeit, Mission, Ökumene, Digitalisierung, Kirchenentwicklung, Zugehörigkeit, Mitarbeitende, Leitung, Strukturen, EKD / Landeskirchen in unserer Gemeinde ins Gespräch kommen. Wir werden die Leitsätze in den kommenden Gemeindebriefen kurz vorstellen und würden uns freuen, wenn wir dazu kurze Denkanstöße für unsere eigene Gemeinde (max. 500 Wörter) von Ihnen erhalten. Wie denken Sie darüber? Was würde eine Konkretisierung der Leitsätze für Sie bedeuten? Haben Sie Gegenentwürfe? Schreiben Sie gerne an . Zum genauen Wortlaut der elf Leitsätze führt ein Link von unserer Homepage zur EKD. Anregungen und Diskussionsbeiträge entweder an oder deutschlandweit unter #KircheMorgen auf Twitter mitdiskutieren.

EKD – Elf Leitsätze für eine aufgeschlossene Kirche

Franziska Siebel

Grüner Hahn – Gottesdienst im Pfarrfeld am Blütenhang

Die evangelische Gemeinde Seeheim-Malchen hat zum Gottesdienst unter freiem Himmel eingeladen – dieses Mal in das Pfarrfeld der Kirchengemeinde, eine Streuobstwiese am Blütenhang zwischen Seeheim und Malchen.

Das Pfarrfeld – Übernahme von Verantwortung für eine Kulturlandschaft
In einem Redebeitrag wurde auf die Geschichte des Pfarrfeldes eingegangen: Auf dem Gelände wurde 1987 zwanzig Obstbäume gepflanzt als Ausgleichsmaßnahme für den Neubau des Gemeindehauses, des Pfarrer-Reith-Hauses in Seeheim. Die Pflanzungen wurden äußerst sorgfältig durchgeführt. Herr Schneider aus Seeheim, der damals Mitglied im Kirchenvorstand und auch im Kreisvorstand des NABU war, versorgte, bewässerte und pflegte diese Bäume mit großer Fachkenntnis zusammen mit anderen Ehrenamtlichen. Deshalb sind viele von den Bäumen auch gut gediehen, vor allem die Kirschbäume, die mit dem mageren Bodenverhältnissen gut klarkommen.

Naturschutz und Artenvielfalt werden gefördert im Pfarrfeld
Im Pfarrfeld werden unter Leitung von Achim und Jan vom NABU Seeheim drei Vogelnisthilfen aufgehängt: Spezialkästen für die Baumeise und den Gartenrotschwanz und ein Meisenkasten. Dazu kommen noch zwei Steinkauzkästen. 60 bis 70 Menschen nahmen unter Leitung von Pfarrerin Eva-Maria Loggen teil am Gottesdienst. Die Mitglieder der Umweltgruppe Grüner Hahn beim Gemeindevorstand Heidi Kraft, Clemens Fricke, Thomas Reinhardt und Jürgen Eberle betonten in ihren Beiträgen die gemeinsame Verantwortung für den Erhalt der Schöpfung. Sie verstehen ihren Auftrag als Fürsorge für die Schöpfung und fragen nach, was konkret getan werden kann zum Schutz von Klima und Umwelt. Das Maskottchen der Umweltgruppe – der Grüne Hahn – ist wie immer dabei.

Der Grüne Hahn
Im Fokus des Grünen Hahns – einer kirchlichen Form von aktivem Umweltmanagement mit eigener Zertifizierung – steht die Implementierung von Nachhaltigkeit im Gemeindeleben in den Bereichen Energie, Wasser, Einkauf, Abfall, Mobilität und Biodiversität.

Abschlussworte von Pfarrerin Eva-Maria Loggen
Die Erde gehört uns nicht. Aber wir gehören zu ihr. Alles ist miteinander verbunden und soll miteinander leben.
Wir weben nicht selbst das Netz des Lebens, wir sind nur ein einziger Faden darin, aber ein wichtiger.
Wir danken für das Geschenk der Schöpfung, in Jesus Christus ist alles vereint. Amen.

Tino Westphal

Gartenkonzerte

Am 16. August hatten wir ein erstes Gartenkonzert im Garten des Pfarrer-Reith- Hauses mit der Gruppe O`cat. Gut 50 Gäste haben sich eingefunden, glücklich, nach Monaten wieder ein Konzert analog zu erleben. Die gesetzlich vorgegebene Konzertdauer war viel zu schnell vorbei. Alle waren sich einig, dass die Band und die Lokation großartig waren.

Bei wunderbar warmen Spätsommerwetter begeisterte das Oberhessische Bläserensemble OBE im Garten des Pfarrer-Reith-Hauses am 13. September die zahlreichen Konzertbesucher. Musik aus fünf Jahrhunderten von Gabrieli bis Freddie Mercury zeigte das vielseitige Repertoire des Bläserensembles unter der souveränen Leitung von Ulrich Conzen.

Gottesdienst auf Burg Tannenberg

Über 200 Besucher beim Gottesdienst mit vier Taufen am Tag des Denkmals auf der Burgruine Tannenberg 240 m oberhalb von Seeheim.