Einladung zum Gedenkgottesdienst am 21. Mai

„Du lebtest nur im Schutz warmer Dunkelheit, uns entrissen bist du dem Licht vielleicht näher als wir ahnen“, so lautet der Text auf dem Stein, um den wir uns zum Gedenken und an den Gräbern versammeln. Wie in den vergangenen Jahren möchten wir Sie herzlich einladen zu unserem ökumenischen Gottesdienst für „Kinder, denen das Licht dieser Welt verborgen blieb“.
„Gott zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen“, so heißt es in Psalm 147,4. Mit einem Gottesdienst werden wir am 21. Mai um 11.00 Uhr in der Friedhofskapelle beginnen und uns anschließend am Grabfeld versammeln. Das gemeinsame Gedenken ist ein Angebot an alle Eltern in der Region, deren Kind tot geboren wurde. Auch Geschwister, Großeltern und andere Menschen, die sich mit den Trauernden verbunden fühlen oder selbst Traurigkeit über einen Verlust spüren, sind eingeladen. Sie dürfen erleben, dass sie in ihrer Lebenssituation nicht alleine sind und dass es einen Ort gibt, der ihrer Trauer Raum lässt.
Die Bestattung von Kindern unter 500 Gramm ist gesetzlich nicht verpflichtend. Trotzdem können Eltern, die es wünschen, ihr Kind auf dem Heppenheimer Grabfeld beisetzen lassen. Für Andere bietet der Gedenkstein einen Ort der Erinnerung.

Pfarrerin Steffi Beckmann und Pastoralreferent Dr. Bernhard Deister, Klinikseelsorge am Kreiskrankenhaus Bergstraße, eine Einrichtung des Universitätsklinikums Heidelberg

Jugendcafé ( JuCa) aktuell

Hallo Du! Ja, Du bist gemeint! Wenn du Jugendliche*r und bis ca. 23 Jahre alt bist, dann möchten wir Dich hier ansprechen! Wir laden Dich ganz herzlich ein, unser Jugendcafé (im allgemeinen JuCa genannt) zu besuchen und bei uns reinzuschnuppern! Außer der Altersgrenze gibt es bei uns keine Voraussetzungen.
Wir haben nach einer corona-bedingten „Online-Phase” im letzten Sommer wieder angefangen, uns jeden Freitag um/ab 19.00 Uhr im Gewölbekeller des Alten Pfarrhauses in der Bergstraße 3 persönlich zu treffen, um eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Komm doch einfach mal vorbei und bringe gerne vielleicht auch noch deinen Freund oder Freundin mit.
Wichtig ist uns die Gemeinschaft und die Entspannung nach der meist anstrengend gewesenen Woche mit Ausbildung, Schule, Studium oder Arbeit. Im JuCa kann man sich über das Erlebte austauschen und damit auch aus den Erfahrungen anderer lernen. Wir lachen viel miteinander und haben Spaß bei verschiedenen Aktionen, wie Spielen, Werkeln, Kochen. Daneben bleibt meist auch viel Zeit zum Schwatzen und Abhängen. Zum Abschluss gibt es ab und zu noch einen kleinen Input mit Gedanken, die ins Wochenende führen oder Kraft für die nächste Woche geben sollen.
Für die kommenden Sommermonate sind Aktionen geplant wie Spieleabende, eine kleine Wanderung, ein Krimirollenspiel, eine Fahrradtour mit Picknick, Grillen usw. Manchmal gibt es auch die Möglichkeit, gemeinsam einen Jugendgottesdienst in einer Nachbargemeinde zu
besuchen. Nähere Infos und insbesondere das Thema für den unmittelbar bevorstehenden Freitagabend findest du auch auf der Homepage www.juca-seeheim.de.

Das JuCa-Team Sabine von Minckwitz und Michelle Seifert

Prozess EKHN 2030

Die verschiedenen Themen des Prozesses ekhn 2030 wurden in mehrere Arbeitspakete eingeteilt, deren Ergebnisse in Gesetze münden, die von der Synode beschlossen werden.
Hier stellen wir Ihnen den Zwischenbericht von Arbeitspaket 1 zur „Förderung von Öffnung, Kooperation und Zusammenschlüssen“ vor. Beschrieben werden Anforderungen, Zusammenarbeit auszubauen, Ressourcen zu bündeln, neue Arbeitsformen zu ermöglichen und Kirche im Gemeinwesen zu gestalten. Wie wir dies umsetzen können, beschäftigt aktuell unsere Gemeinde sowie mehrere Nachbargemeinden.

Ausgangslage

Entsprechend der Prognose ist bis zum Jahr 2030 mit einem Mitgliederrückgang um rund 20 Prozent zu rechnen. Die Kirchensteuereinnahmen werden sich voraussichtlich real um ca. 140 Millionen Euro verringern. Die Anzahl der Pfarrstellen wird um etwa ein Drittel abnehmen, die Bauunterhaltungslast muss deutlich reduziert werden. Im Jahr 2030 werden mehr als drei Viertel der Kirchengemeinden der EKHN weniger als 1600-1800 Mitglieder haben, die zurzeit durchschnittlich für eine ganze Pfarrstelle nötig sind. Die Verwaltungsarbeit hat zudem erheblich zugenommen.

Zielsetzung

Kirchliches Leben soll mit den verbleibenden Ressourcen auch weiterhin aktiv gestaltet werden. Dem soll die flächendeckende Bildung von Nachbarschaftsräumen dienen. Dazu soll das Regionalgesetz geändert und um die Bildung von Nachbarschaftsräumen erweitert werden.

Lösungsvorschlag

Die Bildung von Nachbarschaftsräumen soll einer Stärkung der Zusammenarbeit aller in den Gemeinden vor Ort Tätigen untereinander und mit anderen Akteuren der Zivilgesellschaft dienen. Die je am Gemeinwesen, an den Mitgliedern und Akteuren im sozialen Nahraum orientierte Ausrichtung kirchlichen Handelns soll Vielfalt kirchlicher Formen und Nähe zu den Menschen gleichermaßen ermöglichen. Durch die Nachbarschaftsräume soll es möglich werden, Ressourcen zu bündeln und gemeinsam nachhaltig zu nutzen. Die gesetzliche Regelung sieht eine gemeinsame Nutzung von Gebäuden, die Arbeit von Hauptamtlichen in Teams und die Neuorganisation von Verwaltungsarbeit vor. Die verbindliche Bildung von Nachbarschaftsräumen knüpft an die mit dem Regionalgesetz bereits in Gang gesetzte Entwicklung zur Kooperation von Kirchengemeinden und von Kooperationsräumen in Dekanaten an. Dabei wird von etwa 3000 bis 6000 Gemeindegliedern als Orientierungsgröße für Nachbarschaftsräume ausgegangen.

Gestaltung des Nachbarschaftsraums

Die neuen Paragraphen 2 b, c und d des Regionalgesetzes sehen vor:

  • Zuordnung von Stellen (Pfarrdienst, Gemeindepädagogischer und Kirchenmusikalischer Dienst) zu einem Nachbarschaftsraum: Verkündigungsteams von mindestens 3 Stellen. Die genaue Umsetzung wird in einem Kirchengesetz zur Stellenbemessung im Verkündigungsdienst geregelt werden.
  • Gemeinsame Gebäudekonzepte als Grundlage der Erstellung eines Gebäudebedarfs- und -entwicklungsplans auf Dekanatsebene
  • Gemeinsame Gemeindebüros
  • Die Dekanate bilden Nachbarschaftsräume bis 31.12.2023 und erstellen im Benehmen mit den Gemeinden einen Regionalplan, in dem jede Kirchengemeinde einem Nachbarschaftsraum zugeordnet ist. Dieser wird von der Dekanatssynode beschlossen und der Kirchenverwaltung angezeigt.
  • Kirchengemeinden eines Nachbarschaftsraums finden bis 31.12.2026 eine Kooperationsform (Kirchengemeinde, Gesamtkirchengemeinde oder Arbeitsgemeinschaft mit gemeinsamem Entscheidungsorgan).

EKHN

Liturgie und Kirchcafé

Foto: Pexels.com

Mit Corona und den corona-bedingten Einschränkungen kamen auch Einschränkungen für unsere Gottesdienste. Dazu zählte auch eine Verkürzung der Liturgie in unseren Seeheimer Gottesdiensten. Mit Ostern kehren wir wieder zu unserer gewohnten Liturgie zurück. Nur eine Neuerung werden wir beibehalten: Es wird auch weiterhin während des Gottesdienstes kein Klingelbeutel herumgegeben. Wer gerne eine Spende für die eigene Gemeinde geben möchte, kann diese auch weiterhin in die Spendenkirche auf dem Stehtisch geben.
Auch das Kirchcafé pausierte lange, sowohl das monatlich stattfindende Café im Pfarrer-Reith-Haus als auch das kurz vor der Pandemie initiierte Café im Anschluss an die Gottesdienste in der Laurentiuskirche. Wir wollen nun mit beiden Cafés wieder beginnen und freuen uns auf gemeinsame Gespräche. Vielleicht können Sie sich auch vorstellen, unser Café-Team zu ergänzen? Wir suchen noch weitere Personen, die mal eine Thermoskanne Tee oder Kaffee mitbringen, sowie Personen, die vor dem Café ein paar Tassen aus dem Regal räumen und hinterher spülen und wegräumen. Je größer die Gruppe, desto weniger Arbeit für die einzelnen. Melden Sie sich gerne im Gemeindebüro.

Franziska Siebel

5 Wochen für Bäume

Ansprache am 27. März beim Gottesdienst in Seeheim

Liebe Gemeinde, liebe Gäste, gemeinsam mit Vertretungen von neun Religionsgemeinschaften pflanzen wir heute Nachmittag in Seeheim eine Friedenslinde.
In der gegenwärtigen Situation denken wir dabei zuerst an die Ukraine. Mit der Pflanzung verbinden wir die Hoffnung auf ein Ende des Krieges. Die Friedenslinde in Seeheim ist ein Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine, die unter dem Krieg leiden. Gleichzeitig hat diese Friedenslinde noch eine andere Geschichte. Beim Abrahamischen Forum in Deutschland gibt es einen Arbeitskreis, dem neun Religionsgemeinschaften angehören. Dort wird beraten, was Religionen für die Erhaltung und Bewahrung der Natur tun können. Wir sorgen uns um die Gefährdung der Natur. Besonders dramatisch ist die Entwicklung beim Klimawandel und beim Verlust der Artenvielfalt.
Religionen setzen sich seit Jahrtausenden für die Erhaltung und Bewahrung der Natur ein. Beispielhaft ist die biblische Schöpfungsgeschichte, wo uns Menschen der Auftrag erteilt wird, die Natur zu erhalten und zu bewahren. Bereits am Anfang der Bibel wird von einer Klimakatastrophe erzählt. Bei der Sintflut sterben Menschen und Tiere. Nur Noah und seine Familie werden gerettet. Noah baut eine Arche, in der seine Familie und Tiere überleben. Die Erzählung von der Arche Noah gibt es in fünf Religionsgemeinschaften: Im Judentum, Christentum, Islam, Alevitentum und Bahaitum. Früher gab es eigene Feste, die an die Errettung von Tieren und Menschen erinnerten. Oft sind sie in Vergessenheit geraten. Angesichts der absehbaren Katastrophen ist es sinnvoll, wieder daran zu erinnern.
Als Menschen sind wir für die Natur verantwortlich und von ihr abhängig. An Bäumen wird das besonders deutlich: Sie sind Lebensraum für Pflanzen und Tiere, bieten Nahrung und Schutz. Bäume sorgen für saubere Luft. Sie tragen zu einem funktionierenden Wasserkreislauf bei, binden Kohlendioxyd und spenden Sauerstoff. Außerdem tragen sie zu Gesundheit und Wohlbefinden bei. Kurzum: Ohne Bäume könnten wir nicht leben. Der Baum spielt in der biblischen Schöpfungsgeschichte eine wichtige Rolle. Im Judentum gibt es das Neujahrsfest der Bäume, genannt Tu BiSchwat. An diesem Tag werden Bäume gepflanzt und Menschen aus der Nachbarschaft zu einem Fest eingeladen. Daran knüpfen wir nun an. In Deutschland beginnen wir heute mit den „5 Wochen für Bäume“. In der Zeit vom 21. März, dem Internationalen Tag der Wälder und dem 25. April, dem UN-Tag des Baumes, regen neun Religionsgemeinschaften dazu an, Bäume zu pflanzen und Nachbarn aus verschiedenen Kulturen und Religionen dazu einzuladen. Der Start ist heute in Seeheim mit dem Pflanzen der Friedenslinde. Die Botschaft dieses Festes ist: Jede und jeder kann etwas fürs Klima und die biologische Vielfalt tun, für Pflanzen, Tiere und Menschen. Wir können Bäume und Sträucher pflanzen im Garten, im Wald und auf dem Balkon.
Damit erfüllen wir den biblischen Auftrag zur Erhaltung und Bewahrung der Natur. Und gleichzeitig sehen wir, dass Religionen zusammenwirken und zum Frieden beitragen können.

Jürgen Micksch

Wer gestaltet das schönste Plakat?

Aufgrund der Corona-Beschränkungen konnten im Januar leider nur wenige aus unserer Gemeinde die Ordination unserer Pfarrerin Annika Dick erleben. Deshalb wollen wir die Ordinationsfeier nun nachholen: am 24. Juli um 16 Uhr feiern wir im PRH einen festlichen Gottesdienst mit anschließendem Gemeindefest.
Wir möchten dieses Gemeindefest zum Anlass für eine kleine Plakat-Design-Aktion in unserer Gemeinde nehmen. Wer gestaltet das beste Plakat zu Gottesdienst und Fest? Wir sind gespannt auf viele kreative Ideen (digital oder analog). Alle dürfen mitmachen. Den Designerinnen und Designern der drei ansprechendsten Plakate (Jury: Laurentius Redaktionsausschuss) winkt je ein Eisgutschein. Und natürlich wird das „Gewinner-Plakat“ dann auch in unseren Schaukästen als Gemeindefestwerbung aushängen und im Laurentius veröffentlicht!
Plakatentwürfe senden Sie bitte per E-Mail an die Laurentius-Redaktion . Einsendeschluss ist der 31. Mai. Wir sind gespannt und freuen uns auf Ihre Einsendungen.

Laurentius-Redaktion