Author Archives: J. Krämer

Mehr „Mittendrin“ geht nicht

Nein, wirklich Abstand halten kann sie nicht. Ein Kind weint und will getröstet werden. Ein anderes Kind sucht einen Schoß und braucht eine Geschichte. Eine Erzieherin ist nicht dafür gemacht, die Hygieneregeln zum Selbstschutz wirklich umzusetzen, da sie es nun einmal mit Kindern zu tun hat. Sie ist es, die täglich ein hohes Ansteckungsrisiko trägt und trotzdem unter hohem persönlichen Einsatz den Betrieb der Kitas sichert. Sie tröstet und liest vor, sie wickelt und füttert, sie ermahnt und ermutigt, sie beobachtet und berät. Sie kann sich nicht entziehen. Sie steckt mittendrin. Aber dies gilt nicht nur für die einzelne Erzieherin, nein, es ist die komplette Kita, die mittendrin steckt, nämlich mittendrin in Veränderungen. Die Welt ist in einem steten Wandel, die Anforderungen wachsen. Es ist nicht immer leicht, Kinder gut zu begleiten und frühkindliche Bildung zu initiieren. Deshalb muss eine Kita aktiv bleiben und ihre Ziele und Methoden jederzeit überdenken und optimieren. Solch ein Wille zur Entwicklung, solch eine Aufbruchstimmung herrscht in unserem Laurentius Kindergarten.

Die letzten beiden Jahre sind allerdings nicht spurlos vorübergegangen. Ständig wechselnde Vorschriften, Hygienekonzepte und Abstandsregeln machen die Arbeit schwer und belasten Team und Leitung. Gerade in der öffentlichen Wahrnehmung ging es bei dem Thema Kindertagesstätten plötzlich vorrangig um Öffnungszeiten und Betreuung. Die pädagogische Arbeit und der Anspruch, individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung zu sein, sind aus dem Blickfeld verschwunden. Viele der mutigen und engagierten Pläne, wie sich der Laurentius Kindergarten entwickeln könnte, wurden ausgebremst oder auf Eis gelegt.

Hier steckt eine Aufgabe an unsere Kirchengemeinde: Schaffen wir es, dass der Laurentius Kindergarten auch „mittendrin“ in unserer Wahrnehmung, unserer Unterstützung und unseren Gebeten bleibt? Wenn wir wünschen, dass diese wunderbare Arbeit so fortgesetzt werden kann, müssen wir auch dafür sorgen, dass die Arbeitsbedingungen wieder besser werden, die Erzieherinnen endlich wieder so arbeiten dürfen, wie sie es gelernt haben und wie es für unsere Kinder optimal ist. Wir müssen zusätzliches qualifiziertes Personal finden, wir dürfen uns nicht daran gewöhnen, dass Erzieherinnen derart ungeschützt arbeiten. Es muss uns gelingen, diese Arbeit besonders zu würdigen und zu unterstützen. Dieser Einsatz lohnt sich, denn wir können und wollen nicht auf diesen Schatz verzichten, den die Kirchengemeinde hier hat.

Wir wünschen den Erzieherinnen, dass sie ihre Freude an der Arbeit nicht verlieren, sondern immer wieder gestärkt werden, wir wünschen der Kitaleitung, dass sie die Herausforderungen gut meistert und den Eltern und Kindern, dass sie weiterhin auf engagierte Erzieherinnen stoßen, weiterhin getröstet und auf den Schoß genommen werden beziehungsweise weiterhin spüren, dass ihre Kinder gut behütet sind. Denn eine gute Kita ist keine Aufbewahrungsstätte, sondern der Ort, an dem die Kinder wachsen, Erfahrungen sammeln, sich ausprobieren und entwickeln.

Renate Sundermann

Bäume – Wunderwerke der Schöpfung

Bereits die Bibel stellt den Baum in den Mittelpunkt der Natur und in Beziehung zum Menschen: „Als Gott den Garten Eden für den Menschen schuf, vergaß er nicht, ihm Bäume beizustellen, die das Leben verkörpern und die Erkenntnis von Gut und Böse in sich trugen: Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, lustig anzusehen und auch gut zu essen, und der Baum des Lebens mitten im Garten …“. (1. Buch Mose, Kap. 2). Auch in den Sagen vieler Völker begegnet uns ein „Weltenbaum“ als einprägsames Symbol. Sein Stamm verbindet Unterwelt, Erde und Himmel miteinander.
Uns moderne Menschen spricht die Begegnung mit Bäumen auf verschiedenen Ebenen an, die schon im oben zitierten Bibeltext anklingen. Da ist die geistige Ebene, die uns für das stofflich nicht Fassbare in der Erscheinung eines Baumes empfänglich macht, die materielle Ebene, die uns den Baum als Lieferant von Nahrung und Rohstoffen wahrnehmen lässt, und schließlich die biologische Ebene, auf der sich Bäume als lebende Wunderwerke offenbaren.
Die geistige Ebene betrifft das persönliche Erleben. Wer ließe sich nicht einfach von der Schönheit so mancher Baumgestalten beeindrucken. Doch Bäume können auch Orte der Sehnsucht werden, weil sie Ehrfurcht gebietende Kraft, Ruhe, Geborgenheit und ungeheure Beständigkeit ausstrahlen. Die wird spürbar vor allem beim Anblick uralter Bäume. So ist eine Fichte auf einer kahlen Hochfläche in Schweden mit nachgewiesenen 9500 Jahren der vermutlich älteste Baum auf unserem Planeten. In Jugenheim wächst hinter der Klosterruine seit 800 Jahren die älteste Linde Deutschlands. Solche den Bäumen gemäße Zeitskalen machen demütig, denn was ist gemessen an ihnen die Dauer unseres Lebens? Ein Wimpernschlag.

(mehr …)

Offene Kirche

Jeden Mittwoch von 16.00 bis 18-00 Uhr und jeden Sonntag von 15.00 bis 17.00 Uhr
hat unsere Laurentiuskirche ihre Tore für Sie offen: zum Innehalten, Beten oder Genießen. Sie sind herzlich eingeladen.

Was Sie schon immer über die Laurentiuskirche wissen wollten

Aus welchem Jahrhundert stammt das Kruzifix über dem Altar, welche wechselvolle Geschichte steht hinter der jetzigen Orgel, von wem stammen die Buntglasfenster und was stellen sie dar? Die Fragen lassen sich beliebig erweitern und die dazugehörigen Antworten sollen den Besuchern der Kirche über einen QR-Code, der mit einem Smartphone gescannt werden kann, zugänglich gemacht werden.

Sie haben Lust, bei diesem Projekt mitzuwirken?

Unsere Kirche bietet viel Unterschiedliches, sodass alle Interessierten sich einbringen können! Suchen Sie sich einfach Ihr Lieblingsobjekt in unserer Kirche aus und gestalten Sie dazu einen ca. 2-minütigen Beitrag. Die Herausforderung ist das Zusammenfassen zu einem leicht lesbaren Text. Wenn Sie sich zutrauen, Texte mit fester und klarer Stimme zu sprechen – die Qualität der Aufnahme ist ganz entscheidend für den Hörer –, können Sie auch bei der Erstellung der Audiodateien mitwirken. Dann wird man Ihre Stimme für lange Zeit in der Kirche hören können.
Wenn Sie Interesse an der Mitarbeit bei diesem Projekt haben, melden Sie sich einfach im Gemeindebüro. Wir freuen uns sehr über Ihre Beteiligung!

Erwin Rieke

Krise in der Ukraine

Nach dem Einmarsch der russischen Armee in der Ukraine fordern die beiden großen Kirchen eine sofortige Beendigung der Invasion. Weiterhin wird zu Friedensgebeten aufgerufen. Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die Menschen in Not.

Bitte um Spenden

„Den Preis für diesen Krieg werden die Menschen zahlen, die vollkommen unverschuldet ihre Sicherheit und ihr Zuhause verlieren werden“, sagt Dagmar Pruin, die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. Die Organisation informiert darüber, dass der Krieg eine ohnehin notleidende und schwer traumatisierte Bevölkerung treffe. Selbst ohne die aktuelle Eskalation benötigen fast drei Millionen Menschen in der Ukraine humanitäre Hilfe. Die Diakonie Katastrophenhilfe rechnet damit, dass diese Zahl in den kommenden Tagen und Wochen massiv steigen wird und bittet dringend um Spenden.

Kirchen fordern Beendigung der Invasion

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz haben sich angesichts des Einmarsches der russischen Armee in der Ukraine geäußert. Die beiden großen Kirchen fordern eine sofortige Beendigung der Invasion, die Beachtung des Völkerrechts sowie konkrete Friedensbemühungen aller Beteiligten. „Wir sind erschüttert über die aktuelle Entwicklung und rufen die Russische Föderation dazu auf, weitere Aggressionen zu unterlassen. Russland muss die militärischen Angriffe unverzüglich stoppen und die territoriale Integrität der Ukraine vollumfänglich anerkennen. Der Angriff Russlands auf die Ukraine gefährdet das Friedensprojekt Europa.“ Diese Auffassung vertraten direkt am Tage der Invasion (24. Februar 2022) die Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Annette Kurschus, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing. Beide trafen sich in Bonn anlässlich des Antrittsbesuchs der im November 2021 neu gewählten Ratsvorsitzenden. Sie begannen ihre erste Begegnung mit einem ökumenischen Friedensgebet.

Aufruf zum Gebet

„Wir wissen uns ökumenisch in dieser angespannten politischen Lage besonders miteinander verbunden und sind in Gedanken bei den Menschen in der Ukraine. Die Ukraine mit ihrem reichen Kulturerbe hat ein Recht auf nationale Selbstbestimmung, die in diesen Tagen mit Füßen getreten wird. Als Christen glauben wir, dass Frieden möglich ist und verschlossene Türen wieder geöffnet werden können“, so Präses Kurschus und Bischof Bätzing. Gemeinsam rufen sie die Christinnen und Christen in Deutschland auf, für die Opfer der Gewalt und mit ihnen zu beten.

Kraft und den Willen zum Frieden stärken

In einem Statement hatte die EKD-Ratsvorsitzende Kurschus dafür plädiert, dass auch jetzt das diplomatische Gespräch mit Russland nicht abreißen dürfe. Kirchen und Gemeinden würden weiterhin die ökumenischen Beziehungen und den Kontakt mit den Brüdern und Schwestern in Osteuropa halten. Sie erklärt: „Die Kraft und der Wille zum Frieden muss nicht nur bei den Regierenden wachsen; es ist wichtig, dass sie auch bei denen gefördert wird, die regiert werden.“ Sie schrieb: „Wir beten für die Verantwortlichen auf allen Seiten um Einsicht und Besonnenheit, um Mut zu Umkehr und Gerechtigkeit und wir stehen ein für die Hoffnung auf neue Wege zu einem Miteinander der Völker, das berechtigte Interessen ausgleicht und zugleich geltendes Recht stärkt und bewahrt.

Mit unseren Partnerkirchen Christen in Russland und der Ukraine, in Polen und im Baltikum und mit allen Menschen guten Willens wissen wir uns versöhnt durch den Gott des Friedens.

Wir rufen zu Gott: „Gib Frieden, Herr, wir bitten!
Die Erde wartet sehr. Es wird so viel gelitten,
die Furcht wächst mehr und mehr …
Gib Mut zum Händereichen, zur Rede, die nicht lügt,
und mach aus uns ein Zeichen dafür, dass Friede siegt.“

Quelle: EKHN, http://www.ekhn.de/aktuell/nachrichten/frie- den-statt-gewalt/detailfriedenstattgewalt/news/kirchen-for- dern-sofortige-beendigung-der-invasion.html, Abruf am 26. 2.

Änderung – Einladung zum Friedensgebet am Mittwoch, 02. März 2022

Alle Parteien, die in der Gemeindevertretung von Seeheim-Jugenheim mitwirken, rufen als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine am Mittwoch, dem 2. März, um 18 Uhr zu einer Mahnwache vor dem Rathaus in der Schulstraße auf.
An dieser Mahnwache beteiligt sich auch die Evangelische Kirchengemeinde Seeheim-Malchen.

Das für die gleiche Zeit angesetzte Friedensgebet in der Laurentiuskirche entfällt.

“Viele Menschen sorgen sich in diesen Tagen um den Frieden und haben Angst vor Krieg – Krieg in Europa. An der ukrainisch-russischen Grenze findet ein massiver russischer Truppenaufmarsch statt, Manöver zu Land, Wasser und in der Luft werden abgehalten und Drohkulissen von allen Seiten aufgebaut. Europa hat über viele Jahrhunderte schmerzlich erfahren wie viel Leid Krieg mit sich bringt, insbesondere für die Zivilbevölkerung. Im Zweiten Weltkrieg hat das nationalsozialistische Deutschland unseren gemeinsamen Kontinent in einen grausamen Krieg gestürzt und in Russland und der Ukraine unsägliche Gräueltaten verübt. In großer Sorge über die aktuelle Lage und aus historischer Verantwortung heraus beten wir für eine gewaltfreie Lösung der aktuellen Situation, für konkrete Schritte der Deeskalation und eine nachhaltige Friedensordnung in Europa. Wir beten für alle, die sich in ihren unterschiedlichen Positionen für den Frieden einsetzen: Für die Politiker*innen, die auf der Suche nach Kompromissen alle diplomatischen Mittel nutzen, und für alle Organisationen und Initiativen, die den Dialog zwischen den Menschen aufrechterhalten. Wir beten für alle, die den Erzählungen von Feindbildern widerstehen, und für unsere Geschwister in der Ukraine und Russland, dass auch sie in Gottes Frieden leben können ohne Angst vor den schrecklichen Folgen eines Kriegs.”

Mit diesen Worten haben Bischöfin Beate Hofmann und Kirchenpräsident Volker Jung zu Friedensgebeten aufgerufen. Dem Aufruf schließen wir uns als ganze Gemeinde an, das Gebet für den Frieden finden Sie hier:

Friedensgebet

Was denkst du, Gott, über das, was geschieht.
Da in der Ukraine. Von Russland bedroht.
Du hast Gedanken des Friedens.
So sagt es die Bibel. (Jeremia 29,11)
Aber jetzt droht Krieg.
Und wir haben Angst.
Zu viel Bosheit und Sturheit.
Hass und Hetze.
Da wird einem schwindelig.
Wo gibt es Halt?

Wir kommen zu dir und bitten dich, Gott:
Pflanz deine Gedanken des Friedens ein
in die Köpfe der Mächtigen.
In die Herzen derer, die jetzt um Frieden verhandeln.
Gib Hoffnung und Zukunft.
Und klaren Verstand.
Damit Friede sich ausbreitet.
Dort in der Ukraine. 
Und hier bei uns.

Amen.

 

In der Hoffnung auf die Erhaltung des Friedens schicken wir Ihnen Gottes Segen!

Taufmöglichkeiten 2022

 

Liebe Gemeinde,

In diesem Jahr wollen wir sowohl die Möglichkeit anbieten, eine Taufe innerhalb des Gemeindegottesdienstes stattfinden zu lassen als auch separate Taufgottesdienste zu feiern.
In diesem Sinne gibt es in jedem Monat ein Datum, für welches Sie uns gerne für eine Tauffeier anfragen können. Folgende Termine haben wir für dieses Jahr festgelegt:

  • 17. April (Taufmöglichkeit im Osternachtsgottesdienst um 6.00 Uhr, Pfr. Sames)
  • 8. Mai (separater Taufgottesdienst um 12.00 Uhr, Pfr. Sames)
  • 12. Juni (separater Taufgottesdienst um 12.00 Uhr, Pfrn. Dick)
  • 10. Juli (Tauferinnerungsgottesdienst für die Gemeinde mit zusätzlicher Taufmöglichkeit um 10.00 Uhr, Pfrn. Dick)
  • 21. August (separater Taufgottesdienst um 14.00 Uhr, Pfrn. Dick)
  • 11. September (Gemeindegottesdienst auf der Tannenburg mit Taufmöglichkeit um 10.00 Uhr, Pfrn. Dick und Pfr. Sames)
  • 16. Oktober (separater Taufgottesdienst um 12.00 Uhr, Pfrn. Dick)
  • 6. November (Gemeindegottesdienst mit Taufe um 10.00 Uhr, Pfrn. Dick)
  • 4. Dezember (separater Taufgottesdienst um 12.00 Uhr, Pfr. Sames)
Wir freuen uns über Ihre Anmeldung
Pfarrer Christop Sames und
Pfarrerin Annika Dick

Beten für den Frieden in der Ukraine

Doris Joachim, Referentin für Gottesdienst
Musikvorschläge: Christa Kirschbaum, Landeskirchenmusikdirektorin

Beten für den Frieden in der Ukraine

Im Februar 2022

Friedensgebet

Was denkst du, Gott, über das, was geschieht.
Da in der Ukraine. Von Russland bedroht.
Du hast Gedanken des Friedens.
So sagt es die Bibel. (Jeremia 29,11)
Aber jetzt droht Krieg.
Und wir haben Angst.
Zu viel Bosheit und Sturheit.
Hass und Hetze.
Da wird einem schwindelig.
Wo gibt es Halt?

Wir kommen zu dir und bitten dich, Gott:
Pflanz deine Gedanken des Friedens ein
in die Köpfe der Mächtigen.
In die Herzen derer, die jetzt um Frieden verhandeln.
Gib Hoffnung und Zukunft.
Und klaren Verstand.
Damit Friede sich ausbreitet.
Dort in der Ukraine.
Und hier bei uns.
Amen.

 

Beten für den Freiden in der Ukraine

360 Veranstaltungen in 20 Jahren

2001, als die Terroranschläge vom 11. September die Welt erschütterten, die Bundeswehr erstmals Frauen an die Waffen rief, die deutschsprachige Wikipedia gegründet wurde und Griechenland den EURO einführte, erstellte Dörte Hartmann für die seit 1981 bestehende Begegnungsstätte ihr erstes Halbjahresprogramm, dem noch viele folgen sollten. Mit durchschnittlich acht bis neun Veranstaltungen je Halbjahr in der Begegnungsstätte bedurfte es auch ausgefallener Ideen, um ein vielseitig-interessantes, abwechslungsreiches Programm zu planen und bisweilen Überredungskunst, um fachkundige Referenten zu gewinnen. Die Themenspannweite reichte von der indischen Großmoguldynastie über die Pflanzen der Bibel bis zu Reisebeschreibungen oder Literatur-Vorstellungen.
Bisweilen entstand das stets im Laurentius publizierte Programm in Kooperationen, beispielsweise mit den ökumenischen Bibelwochen. Doch Planung und Organisation der sommerlichen Halbtagesfahrten als regelmäßiger Abschluss des Frühjahr-Sommerprogramms mit Zielen im gesamten Rhein-Main-Neckar-Gebiet waren nochmals eine Herausforderung.
Viele Jahre wurde Dörte Hartmann von einem Team mit Gudrun August, Etta Schulze, Gerda Altehagen, Wally Küssner und Ingrid Lipp nicht nur bei der zweimal im Jahr stattfindenden Programmplanung unterstützt, sondern auch bei der Moderation der Veranstaltungen sowie den Vorbereitungen für den 14tägigen konversationsreichen „Kaffee mit Kuchen-Auftakt“ vorweg.
Nicht genug mit diesem in ein festes Zeitkorsett eingebundenen Engagement hat sie während ihrer Tätigkeit für die Kommune Seeheim-Jugenheim im Jahr 2000 so nebenbei noch den „Seniorenmittagstisch“ ins Leben gerufen, der jeden Freitag um 12 Uhr im Pfarrer-Reith-Haus einen gepflegten und gesprächigen Mittagstisch mit 3-Gang-Menü bot. Auch hier war sie lange Jahre Organisatorin und Ansprechpartnerin für ein engagiertes Team von Ehrenamtlichen bis im Oktober 2016 Elvira Buhlert in ihre Fußstapfen trat und die Arbeit bis zum Ausbruch von Corona fortsetzte. Es ist gar nicht zu ermessen, wie viel Engagement, gute Ideen und Schweiß Dörte Hartmann in diesen zurückliegenden 20 Jahren in unsere Gemeindearbeit investiert hat, um sie lebendig, vielseitig und attraktiv zu gestalten. Dafür gebührt ihr großer Dank!
Nun hat sie sich anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Begegnungsstätte in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Möge Dörte Hartmanns Wunsch nach einer Fortführung der Begegnungsidee als Grundlage der Begegnungsstätte in Erfüllung gehen.

Hans Hrausek