Author Archives: J. Krämer

Was macht eigentlich das Jugendcafé?

Ja, was macht eigentlich das Jugendcafé in diesen Pandemiezeiten? Man sieht nichts, man hört nichts – und doch existiert es weiterhin! Seit vielen Monaten schon können sich die Teilnehmer nicht mehr in ihrem heißgeliebten Gewölbekeller auf dem gemütlichen Sofa mit den Elefantenkissen treffen … und dennoch gibt es regelmäßige Treffen – online. Jeden Freitagabend pünktlich um 19 Uhr wird der JuCa-Raum mit dem Meeting-Programm „Senfcall“ eröffnet und ein kleiner aber feiner Haufen kann sich dort übers Handy oder den PC in die Augen schauen. Leider sind doch über die Zeit einige Teilnehmer abhanden gekommen, denn nicht jede/r hat Lust nach einem langen Tag am Laptop für die Schule oder Studium auch noch am Freitagabend in die „Kiste“ zu schauen.

Doch die Jugendlichen, die weiterhin treu dabei sind, haben trotz aller Widrigkeiten viel Spaß zusammen. Sie tauschen sich aus über die vergangene Woche, kochen miteinander das gleiche Rezept – nur jeder in der eigenen Küche oder der Küche der Eltern – und spielen Online-Spiele. Nachdem am Anfang nur ein, zwei Spiele bekannt waren, haben wir nun ein kleines Arsenal von Spielen, die online gemeinsam gespielt werden können. Auch haben wir eine Plattform für ein Escape-Room-Spiel gefunden, auf der wir zweimal ein Spiel durchlaufen haben.

Neu hat die Gruppe das Diskutieren entdeckt. Nach einem Abend mit einer sehr hitzigen Dis- kussion über Corona, haben wir entdeckt, dass es viele Themen gibt über die man auch we- niger hitzig und dafür aber sehr angeregt und mit Spaß diskutieren kann. Dafür wurde eine Liste mit Themen erstellt, die durchnummeriert sind. Eine/r Teilnehmer/in nennt eine Ziffer, das dazugehörige Thema wird genannt und schon geht es los! Dabei erfährt man nicht nur Neues, sondern man lernt auch, anderen zuzuhören, andere ausreden zu lassen oder eben auch sich selbst Gehör zu verschaffen. Und dann gibt es am Ende des Abends ab und zu auch noch eine Gute-Nacht-Geschichte mit geistlichem Bezug.

Leider wird die Hauptleiterin des JuCas, Michelle Seifert, das JuCa am Ende diesen Sommers für eine längere Zeit verlassen, weil sie für ihr Studium ins Ausland gehen wird. Nicht nur deswegen, sondern auch, weil viele der bisherigen „JuCaler“ auch für ihre Ausbildung eventuell an andere Orte gehen werden, steht das JuCa an einem Scheideweg.

Deswegen laden wir hiermit ganz herzlich alle Jugendlichen ab 13/14 Jahren ein, das JuCa für sich zu entdecken und ganz neu zu beleben!! Ihr seid herzlich willkommen und habt die Möglichkeit, großen Einfluss auf die Gestaltung der Abende zu nehmen. Gleichzeitig würden wir uns auch sehr über Menschen freuen, die in die Leitung des Jugendcafés einsteigen möchten. Dies können z.B. Theologiestudentinnen oder angehende Religionspädagogen sein. Dies ist jedoch keine zwingende Voraussetzung. Grundsätzlich kann jede/r, der/die Interesse und Verständnis für Jugendliche hat, sich hier einbringen. Gerne können auch frühere Teilnehmer, die „herausgewachsen“ sind, hier einsteigen.

Ansonsten freut sich das JuCa auf die Zeit, in der der Gewölbekeller wieder erobert werden kann und das inzwischen neu hinzugekommene gespendete Sofa (vielen herzlichen Dank an Frau Sajidmann aus Jugenheim!) ausprobiert und in Beschlag genommen werden kann!

Sabine von Minckwitz

Klausurtagung des Kirchenvorstandes

Wer sich in Klausur (von spätlateinisch clausura, also „Verschluss“) begibt, tritt aus dem Alltag heraus, sucht die Abgeschiedenheit und widmet sich mit voller Konzentration den gestellten Aufgaben. Schon seit langem nimmt sich auch der Kirchenvorstand einmal im Jahr die Zeit, ein Wochenende gemeinsam zu verbringen. In diesem Jahr geschah dies am ersten Juni-Wochenende, pandemiebedingt im Pfarrer-Reith-Haus. Alle Mitglieder des aktuellen Kirchenvorstandes sowie alle Kandidierenden waren eingeladen, Pfarrer i. R. Joachim Dietermann hatte sich bereit erklärt, die Moderation zu übernehmen.

Zur Einstimmung traf man sich zu einer Andacht in der Laurentiuskirche. Am Beispiel des Pinguins verdeutlichte Pfarrer Christoph Sames, dass erst in der richtigen Umgebung die eigenen Stärken gut zum Vorschein kommen können. Ein guter Auftakt, denn ein wichtiges Ziel des Wochenendes war, die Übergabe des alten an den neuen Kirchenvorstand vorzubereiten und idealerweise sollte jede/jeder herausfinden, wo das eigene Interesse und die eigene Stärke denn liegen. Persönlich wurde es, als sich jede/jeder einen Lieblingsort innerhalb der Kirche suchen und diesen auch vorstellen sollte. Nicht ganz leicht, denn es gibt so viele Anknüpfungspunkte, und so erfuhr man auch schon einiges über die Teilnehmenden.

Mittagspause bei der KV-Klausurtagung 2021

Der Samstag begann munter: Nach einer Morgenandacht galt es, sich zu verschiedenen Fragen immer wieder zu positionieren und in einen Austausch zu kommen. Am Nachmittag wurden die Arbeitsfelder und Aktivitäten der Kirchengemeinde vorgestellt und es gab reichlich Gelegenheit, die eigenen Fragen zu stellen. Dabei wurde sehr deutlich, wie vielfältig die Kirchengemeinde ist und wie bunt ihre Mitglieder. Nach einem arbeitsamen Tag ließ man den Abend noch mit einem gemütlichen Beisammensein ausklingen, die Gespräche rissen auch hier nicht ab.

Die Tagung endete nach dem gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag mit der Erkenntnis, dass man sich auch auf den neuen Kirchenvorstand freuen darf – es wird weitergehen und die „Neuen“ dürfen auf gute Unterstützung durch die „Alten“ vertrauen.

Renate Sundermann

Gemeindegruppe „Meditatives Tanzen“ aufgelöst

Seit mehr als 30 Jahren hat Ingrid Hojka-Mitterle die Gemeindegruppe „Meditatives Tanzen“ geleitet. Diese Gruppe hat sich jeden zweiten Sonntag im Monat von 19.30 bis 21.30 Uhr im Pfarrer-Reith-Haus getroffen.
Nach über einem Jahr Corona-bedingter Pause hat sich Ingrid Hojka-Mitterle entschlossen, das Tanzangebot zu beenden. Sie schreibt: „Es heißt Abschied zu nehmen von einer bewegten, beliebten und geliebten Veranstaltung“.

Der Kirchenvorstand dankt Ingrid Hojka-Mitterle für ihre liebevoll gestaltete Tanzveranstaltung, die ihre Mittänzer*innen sehr vermissen werden.

Erwin Rieke

KV-Wahl 2021 – Bekanntgabe des Wahlergebnisses

feenial design – Foto: Heike Gels

Bekanntgabe des Wahlergebnisses gemäß § 22 Abs. 1 KGWO

Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Seeheim-Malchen hat in seiner Sitzung vom 17. Juni 2021 folgendes Wahlergebnis festgestellt:

Gewählt sind:

Name Vorname
Geßner Gerd
Hartmann Kerstin
Koch Julia
Koch Volker
Kraft Heidi
Meyer Imme
Minckwitz, von Sabine
Michaelis-Popp Ruth
Otto Barbara
Reinhardt Thomas
Rieke Erwin
Schudt Micaela
Siebel Franziska
Sundermann Renate
(Auflistung in alphabetischer Reihenfolge)

 

Das Wahlprotokoll und das endgültige Wahlergebnis werden zwei Wochen vom 21. Juni bis zum 2. Juli 2021 im Gemeindebüro öffentlich ausgelegt und kann dort während der regulären Öffnungszeiten oder nach Terminvereinbarung eingesehen werden.
Begründete Einsprüche gegen das Wahlergebnis können von jedem wahlberechtigten Gemeindemitglied innerhalb einer Woche bis spätestens 27. Juni 2021 schriftlich beim Kirchenvorstand erhoben werden. Der Einspruch kann nur auf Mängel der Aufstellung des Wahlvorschlags oder des Wahlverfahrens oder auf Einwendung gegen die Wählbarkeit einer gewählten Kandidatin oder eines gewählten Kandidaten gestützt werden.

Der Kirchenvorstand

Wahlbeteiligung KV-Wahl 2021

Bei der als allgemeine Briefwahl durchgeführten Wahl des neuen Kirchenvorstands lag die Wahlbeteiligung bei 30,2%. Das vom jetzigen Kirchenvorstand festzustellende endgültige Wahlergebnis wird am Sonntag, 20. Juni im Gottesdienst verkündet. Außerdem wird die Liste der gewählten Kandidaten auf unserer Homepage und im Laurentius veröffentlicht.

Der Kirchenvorstand

Aktuelle Informationen aus der Gemeinde per Newsletter

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Stetiges Wirtschaftswachstum – Was hält unser Planet aus?

Eine hochtourig laufende Wirtschaft ist die Triebfeder der modernen Gesellschaft, und so ist stetiges Wirtschaftswachstum zum Heilsversprechen geworden, während sinkende Zahlen das Bild eines nahenden Weltuntergangs heraufbeschwören. Das erleben wir jetzt im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wieder besonders eindringlich. Aber schon der gesunde Menschenverstand zwingt uns doch zu der Frage: Stetiges, also unbegrenztes Wirtschaftswachstum, geht das überhaupt? Ich möchte hier versuchen, diese Frage aus der Sicht des Ökologen zu beantworten.
Unsere Erde verkörpert ein den ganzen Planeten umfassendes Ökosystem. Unter einem Ökosystem versteht man ein komplexes, sich selbst regulierendes Netzwerk, bestehend aus einer Lebensgemeinschaft von Organismen, dem Ort, der diese Lebensgemeinschaft beherbergt, den Beziehungen der Organismen untereinander und den physikalischen und chemischen Faktoren, die auf das System von innen und außen einwirken. Alle diese Komponenten stehen in einem Ökosystem miteinander in Verbindung und bedingen einander. (mehr …)

Lebt wohl – Adieu Seeheim!

Marion Huth

Zuerst fing‘s ganz klein an. Das Studium der Kirchenmusik war für mich nicht so toll und, hauptberuflich Kirchenmusikerin zu sein, nahezu unvorstellbar. Vielleicht doch lieber eine Ausbildung zur Konditorin oder Köchin? Oder „Vollzeitmama“? Nach meiner B-Prüfung 1985 begann ich mit einer C-Stelle in Mainz. Gottesdienste, Kindergottesdienste, Kirchenchor und Kinderchor waren meine Aufgaben. 1986 wurde mir die C-Stelle in Seeheim zugesprochen. „Vermutlich wird der Kirchenchor aussterben“, so die Einschätzung einer Chorsängerin.
Mit den Jahren erblühte die Kirchenmusik in allen Bereichen. Der Kirchenchor wuchs und verjüngte sich stetig. Singen in Gottesdiensten, Ständchensingen, Konzerte, Ausflüge und Chorfahrten. Eine besondere Auszeichnung erhielt der Kirchenchor mit der Ehrung der Zelter-Plakette am Pfingstsonntag 2014. Der Singkreis entwickelte sich zum Gospelchor Zwischentöne und wir konnten größere Auftritte mit der Mark Schwarzmayr Band wagen. Wir hatten so schöne Chorwochenenden im Taunus … Vor 22 Jahren wurde in einer Gemeindeversammlung der Wunsch geäußert, dass ein Kinderchor gegründet werden sollte. Nachdem der Erweiterung meines Dienstauftrages nichts mehr im Wege stand, konnte ich mit dem Aufbau des Kinderchors beginnen. Wir führten Kindermusicals auf (für die mein Mann tolle Kulissen baute), fuhren zu Probenwochenenden, machten Ausflüge, feierten jahreszeitliche Feste und vieles mehr. Es waren viele schöne Jahre des gemeinsamen Singens in den Chören. Viele wunderbare Auftritte, CD-Aufnahmen, Lachen, Weinen, gemeinsames Wachsen und Leben. Es sind so viele Menschen, mit denen ich singen durfte, so viele, die mir ihre Stimmen und ihre Zeit und Energie anvertraut haben. Herzlichen Dank euch allen. Im Rahmen der Dekanatsstrukturreform ergab sich die Möglichkeit, eine hauptamtliche B-Stelle im Dekanat einzurichten. Die Kirchenmusik in Seeheim hatte sich in allen Bereichen so gut entwickelt, dass 2003 die C-Stelle in eine B-Stelle umgewandelt wurde (ein einmaliger Vorgang in unserer Landeskirche!). (mehr …)

Abschied von Marion Huth

Marion Huth

Zum 30-jährigen Jubiläum haben wir uns gewünscht, dass Marion Huth unserer „Gemeinde noch viele Jahre treu bleiben wird.“ Nun sind es nicht mehr viele Jahre geworden und in Anbetracht der so bereichernden Zeit mit Marion Huth, fällt uns der Abschied ungeheuer schwer. Sie hat unsere musikalische Landschaft ungemein belebt. Sie hat in uns immer wieder die Freude am gemeinsamen Musizieren geweckt und uns manches Mal zu Bestleistungen gebracht. Es war nicht nur ein Genuss mitzuwirken, sondern auch zuzuhören.
„Corona“ hat uns schon das vergangene Jahr viel entbehren lassen. So ist es besonders traurig, dass wir noch nicht einmal ein großes „musikalisches“ Abschiedsfest mit allen Chören, Schülern und Instrumentenkreisen feiern dürfen trotz Verschiebung des dafür vorgesehenen Termins. Wir müssen nun unsere Seelen singen lassen. Unsere Dankbarkeit begleitet Marion Huth in den Ruhestand, der ihr die Freude erhalten soll, die sie uns in 36 Jahren bereitet hat. „May God hold you in his arms“

Birklinde Heid für den Kirchenvorstand

Jahresspende des Eine-Welt-Ladens für Tansania

Sophia kann nicht laufen. Hände und Füße sind stark verkrüppelt. Und doch ist es ihr gelungen, durch geschicktes Handarbeiten ihren eigenen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Sophia ist Muslimin, aber sie hat freundschaftliche Kontakte zu Christen aus der Moravian Church (Herrnhuter Gemeinde) in Kyela.
Eine Delegation des Evangelischen Dekanats Bergstraße hat Sophia im Juli 2019 bei einer Reise nach Tansania getroffen. Im Zusammenhang mit dem neuen Projekt des Dekanats für Menschen mit Behinderungen wurde diesmal bei der Partnerkirche besonders nachgefragt, wie mit solchen Menschen in Kirche und Gesellschaft umgegangen wird. Die Besucher haben dort erfahren, dass viele Babys direkt nach der Geburt getötet werden, wenn die Eltern feststellen, dass ihr Kind behindert ist. Das ist natürlich nicht erlaubt und trotzdem geschieht es leider immer noch und nicht selten. Die Eltern schämen sich für ihr Kind, und wenn sie es nicht übers Herz bringen, das Baby zu töten, dann sperren sie es weg, damit die Nachbarn es nicht sehen. Immer noch herrscht der Glaube vor, dass ein Mensch mit Behinderung ein Fluch ist und damit eine Schande für die Familie.
Hier setzt das Kyela-Projekt des Dekanats an. In Kooperation mit der Christoffel Blindenmission sind 182 Pfarrer, sowie ebenso viele Gemeindevorsteher geschult worden. Sie haben gelernt, dass ein Mensch mit Behinderung die gleiche Würde und die gleichen Rechte hat wie ein Mensch ohne Behinderung. Menschen mit Behinderung können im Gegenteil ein Segen für die Gesellschaft und auch für die Kirche sein, wenn sie entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert werden.
Neben diesen Schulungsmaßnahmen ist mit Spendengeldern des Dekanats auch die Berufsschule der Moravian Church in Kyela behindertengerecht umgebaut worden. Und inzwischen sind schon die ersten 15 Schüler mit Behinderung aufgenommen worden. Ihnen eröffnet sich dadurch eine Perspektive für ein Leben in Würde. Sie werden befähigt, sich eines Tages selbst ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Das Team des Eine-Welt Ladens möchte das Projekt mit 1.000 Euro aus dem Verkaufsgewinn des vergangenen Jahres unterstützen. Wir freuen uns über das gute Ergebnis und danken unseren Kundinnen und Kunden.

Tilman Pape, Elke Schulze