„So viel du brauchst…“ – Klimafasten 2023

Zeit für positive Veränderungen in der Fastenzeit
Traditionell ist die Fastenzeit im Alltagsleben geprägt durch Verzicht auf Fleisch oder Genussmittel. Heute erleben wir Fasten immer häufiger als Zeit für positive Veränderungen und neue Erfahrungen. Christ*innen nutzen die Fastenzeit z.B., um den Umkehr-Gedanken auf ihr Leben zu übertragen oder Solidarität mit der Mitschöpfung auszudrücken. Neue Erfahrungen und Erkenntnisse aus dieser Zeit setzen Gedanken frei und motivieren zu anderen Verhaltensweisen und positiver Veränderung auch außerhalb der Fastenzeit.
Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
Der Klimawandel wird durch die Erhitzung der Erdatmosphäre immer spürbarer. Das macht deutlich, wie notwendig Veränderungen sind, hin zu klimafreundlichen Techniken und Verhalten. Die Situation verschärft sich durch den Anstieg der Preise für Energie und fossile Rohstoffe, ausgelöst durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine. Wir müssen als Gesellschaft zusammenhalten und zugleich die Menschen unterstützen, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, aber am meisten darunter leiden, sei es in Deutschland oder anderswo auf diesem einen Planeten.
Sieben Fastenwochen
Auch im Jahr 2023, zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag (vom 22. Februar bis zum 9. April 2023), ruft die ökumenische Initiative Klimafasten wieder dazu auf, sich für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einzusetzen und Schöpfungsverantwortung für die nachfolgenden Generationen und alles Lebendige zu übernehmen. Ganz nach dem Motto „so viel du brauchst…“
Ideen zum Nachmachen
Die Aktion Klimafasten bietet einen bunten Strauß an Themen und Ideen zum Nachmachen an.
Wir nehmen uns Zeit
- für die Frage wie Erneuerbare Energien und Energieeinsparung unsere
- für einen anderen Blick auf die Dinge die wir (ver-)brauchen
- für die genauere Betrachtung unseres Flächenverbrauchs
- um mal anders mobil zu sein
- für eine nachhaltige und ökologisch bessere Beleuchtung
- für Biodiversität
- um Glück zu finden
Medien zur Begleitung der Kampagne
Eine Klimafastenbroschüre begleitet durch die eigene Fastenzeit und gibt praktische Anregungen für den Alltag. Das kostenlose Heft ist ab Januar 2023 erhältlich oder kann im Internet auf www.klimafasten.de heruntergeladen werden.
Darüber hinaus finden im Rahmen der Klimafastenaktion an vielen Orten Veranstaltungsreihen mit Workshops, Vorträgen und Aktionen statt.
Sie haben Interesse, eine Klimafastengruppe zu initiieren oder eine Aktion in Ihrer Gemeinde durchzuführen? Melden Sie sich gerne bei Hans Jürgen Eberle, im Gemeindebüro oder bei unserer Dekanatsreferentin Sabine Allmenröder (E-Mail: sabine.allmenroeder@ekhn.de)
Auch im Dekanat finden möglicherweise Veranstaltungen zu Klimafasten statt, bitte informieren Sie sich auf der entsprechenden Homepage.
Hans Jürgen Eberle

Sonntagmorgen vor dem Kirchgang: Die Suche nach einem passenden Kollektenbetrag geht los. Alles Kleingeld ist ausgegeben, auch die kleineren Scheine sind alle. Im Laurentius haben Sie gelesen, wofür die heutige Kollekte bestimmt ist. Vielleicht ist es ein Projekt, das Ihnen sehr am Herzen liegt, sodass Sie gern mehr geben möchten als das übliche Kleingeld? Wie gut, dass Sie im Gemeindebüro verschiedene Kollektenbons erworben haben! So können Sie genau den Betrag spenden, der an diesem Sonntag oder Feiertag Ihrem Wunschbetrag entspricht.
Die Diakoniestation Nördliche Bergstraße ist ein ambulanter Pflegedienst unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Zum nächst möglichen Zeitpunkt wird ein Vorstandsvorsitzender gesucht. Die Mitgliedschaft in einer der ACKD zugehörigen Kirche ist Voraussetzung für diese Tätigkeit.
Die neue Dekanatskantorin stellt sich vor
Die EKHN will sich als offene, mitglieder- und gemeinwesenorientierte Kirche weiterentwickeln. Ihr Anspruch ist es dabei, eine öffentliche Kirche, nah und in vielfältiger Weise bei den Menschen zu sein und Menschen miteinander zu verbinden“, so steht es in den Veröffentlichungen der Kirchenleitung zum Prozess ekhn2030. Doch was heißt das praktisch? Wie müssen Gebäude aussehen, die sich dem Gemeinwesen öffnen und wie finden die Kirchengemeinden vor Ort heraus, wer in ihrer Nachbarschaft Räume braucht?
Nachdem gerade erst im letzten Laurentius nach einer neuen Leitung für das Jugendcafé der Kirchengemeinde gesucht wurde, hat sich zu unserer aller Freude und Erleichterung schon jetzt ein neues Leitungsteam gefunden! Tatjana Schudt und Tobias Besecke (im JuCa von allen Tati und Tobi genannt) sind die neuen Köpfe des JuCa! Beide sind schon lange Jahre regelmäßige Besucher des JuCa. Als Teenager und Schüler sind sie eingestiegen und mittlerweile mit dem JuCa erwachsen geworden. Sie wohnen in Seeheim und Jugenheim und studieren beide in Darmstadt. Darüber hinaus haben sie sich schon als Vertreter und Mitwirkende im JuCa, bei Jugendgottesdiensten und anderen Aktionen als verlässlich erwiesen. Dies sind alles ideale Voraussetzungen, um die Leitung im JuCa verantwortlich zu übernehmen.
Im Laurentiuskindergarten wohnt Schildkröte Schildi. Sie erzählt: Morgens, wenn die Kinder kommen, darf ich raus. Dann laufe ich los und gehe auf Entdeckungstour. Manchmal begegnen mir Kinder, die mich streicheln und mir Verpflegung geben. Oft vergrabe ich mich im Sand oder unter einem Busch. Dort habe ich meine Ruhe und kann gut Pause machen. Wenn die Kinder nachmittags nach Hause gehen, muss ich wieder in mein Gehege. Aber das mag ich nicht, ich ver- stecke mich daher oft. Leider hat das noch nie richtig funktioniert. Alle Kinder gehen nämlich dann auf die Suche nach mir und finden mich leider immer. Naja, am nächsten Tag darf ich ja wieder auf Tour gehen.
Zwei Tage lang haben wir viel zusammen gelacht, Teamaufgaben gelöst, uns und einander besser kennengelernt und neben lustiger actionreicher Spiele auch Momente der Ruhe genossen. Durch die Tage geführt haben uns Matthias und Christine Casties, zwei Erlebnispädagogen, die beim Erfahrungsfeld Schloss Reichenberg arbeiten. Am Freitag, 9. September, waren die beiden bei uns im Pfarrer-Reith-Haus. Samstags sind wir nach Reichelsheim gefahren und konnten auf dem Burggelände einen wunderbaren Tag verbringen. Für die Konfis gab es lustige Spiele und einige schwierige Challenges, die alle super gemeistert wurden, wie z. B. die Teamwippe, eine riesige Wippe, auf die die ganze Gruppe draufklettern und es ausbalancieren musste – ganz schön wackelig! Und dabei sollten diejenigen, die normalerweise „Tonangeber“ sind, versuchen, nichts zu sagen und unsere „Stillen“ sollten in die Rolle der „Anführer“ schlüpfen. Eine echte Herausforderung für so manchen!
Was hat dies nun alles mit unserem Fleischkonsum zu tun? Die geringe Effizienz der Energienutzung in Nahrungsketten spiegelt sich auch im Nahrungsbedarf des Menschen bei vorwiegend fleischlicher Ernährung wider. Würde ein Mensch „als Fleischfresser“ um 1 kg Muskelmasse zunehmen wollen, müsste er 21 kg Rindfleisch essen. Für deren Erzeugung würden wiederum 170 kg Grünfutter benötigt. Diese Futtermenge zu produzieren erfordert entsprechende große Anbauflächen, vom nötigen Wasserverbrauch gar nicht zu reden. Hieraus erwächst ein für uns zunehmend bedrohlich werdendes ökologisches Problem, denn mit der weltweit steigenden Nachfrage nach Fleisch steigt auch der globale Bedarf an Fläche für den Futteranbau dramatisch an. Diesem Bedarf werden zunehmend die tropischen Regenwälder und andere ökologisch wertvolle Ökosysteme geopfert. Die negativen Konsequenzen dieser Zusammenhänge für die Klimaregulation und die Biodiversität auf unserem Planeten kennen wir.